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Chinas Aufrüstung

Der Wert nationaler Interessen

05.03.2013 | 18:03 Uhr
Der Wert nationaler Interessen
Angesichts der anhaltenden Spannungen mit Japan und den südostasiatischen Nachbarn um Inseln und Rohstoffe im Ostchinesischen und Südchinesischen Meer will Chinas Führung ihren Militäretat auch in diesem Jahr deutlich erhöhen.
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Chinas Aufstockung des Militäretats soll abschrecken. Doch nicht nur in Tokio und Seoul dürfte die chinesische Aufrüstung Sorge hervorrufen. Auch die USA sehen sich einem immer stärker werdenden Gegner gegenüber. Die Folgen reichen bis nach Europa.

Chinas Aufstockung des Militäretats soll abschrecken. Das ­Milliarden-Volk ist hungrig nach Energie. Davon braucht es selbst bei einem Wachstum von „nur“ 7,5 Prozent eine Menge, um die Volkswirtschaft zu befeuern. Rohstoffe. Um die Vorkommen im Meer streitet sich die Weltmacht gerade mit ­Japan, das seinerseits mit Südkorea im Clinch um Inseln liegt.

Doch nicht nur in Tokio und Seoul dürfte die chinesische Aufrüstung Sorge hervorrufen. Auch die USA ­sehen sich einem immer stärker werdenden Gegner gegenüber. Die Folgen reichen bis nach Europa: das Engagement Washingtons im Pazifik wird ebenfalls wachsen, auch um den Verbündeten Japan und Süd­korea beizustehen.

Die Ausgaben für die Nato werden dafür zurück­gefahren – Deutschland und andere Verbündete müssen bei internationalen Konflikten mehr Verantwortung übernehmen. Doch hier werden die Verteidigungsetats gekürzt. So wächst für die Nato die Gefahr, für künftige Herausforderungen nicht gerüstet zu sein.

Gregor Boldt

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