Politik

Der Griff nach unseren Daten

Facebook will das Surfverhalten seiner Mitglieder auswerten und für Werbeanzeigen nutzen. Datenschützer und Politiker kritisierten das – vergeblich.
Facebook will das Surfverhalten seiner Mitglieder auswerten und für Werbeanzeigen nutzen. Datenschützer und Politiker kritisierten das – vergeblich.
Foto: dpa

Mir nichts, dir nichts ändert Facebook seine Geschäftsbedingungen. Und die eine Wahl, die das US-Unternehmen seinen Kunden lässt, ist nicht wirklich eine: Wer mit den neuen Regeln nicht einverstanden ist, sollte das weltgrößte Internet-Netzwerk halt nicht mehr nutzen.

Dieser Rat zeugt von dem grenzenlosen Selbstverständnis eines Datenkraken, der sich nun das Recht herausnimmt, das gesamte Surfverhalten seiner Nutzer samt Aufenthaltsort auszuspionieren, um damit Geld zu verdienen. „Soziales Netzwerk“ klingt da wie ein Hohn.

Facebooks Leidenschaft zum Datensammeln gründet andererseits auf der Sorglosigkeit vieler Internet-Nutzer, Persönliches preiszugeben. Man mag sein eigenes Verhalten überprüfen: Nur wenige Verbraucher machen sich die Mühe, seitenlange Geschäftsbedingungen bis zum Schluss durchzulesen.

Der Schutz persönlicher Daten wird immer schwerer

Und nur wenigen Menschen, die ein modisches Fitnessarmband am Handgelenk tragen, dürfte der Gedanke gekommen sein, dass ihre Daten über Körperfett und Blutdruck mitgelesen und missbraucht werden könnten.

Das Internet macht viele Dinge möglich. Eines aber sollte uns Sorge machen: Der Schutz persönlicher Daten wird immer schwerer.

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