Kommunikation

Der Fluch der neuen Medien

Wir sind ständig erreichbar, allzeit überwachbar, unsere Bilder, Vorlieben, Schwächen wabern im virtuellen Universum womöglich bis in alle Ewigkeit umher.
Wir sind ständig erreichbar, allzeit überwachbar, unsere Bilder, Vorlieben, Schwächen wabern im virtuellen Universum womöglich bis in alle Ewigkeit umher.
Foto: Getty Images/iStockphoto

Handy, Smartphone, Internet – sie scheinen ein Fluch der Moderne zu sein. Wir sind ständig erreichbar, allzeit überwachbar, unsere Bilder, Vorlieben, Schwächen wabern im virtuellen Universum womöglich bis in alle Ewigkeit umher. Kontrolle ist unmöglich, kein Normalsterblicher versteht mehr, wie das funktioniert. Abzocker, Gauner, Datenhändler lauern überall. Mal ist es nur ein überteuertes Ferngespräch, mal ist es die dicke Überweisung, die irgendein Hacker beim Online-Banking wegfischt. Radikale, Verschwörer, Spinner finden die Plattform ihres Lebens. Und viele gehen ihnen auf den Leim.

Das Unbehagen wäre grenzenlos, gäbe es da nicht auch diese andere Seite: Wissen verfügbar für alle, Nachrichten jederzeit an jeden Ort, und es kostet nicht die Welt. Nichts fürchten die Rechthaber, die Mächtigen und die Diktatoren so sehr wie diese neue Freiheit. Sie haben Angst vor jedem Klick. Es tröstet ein wenig, dass die größten Gauner die modernen Medien noch mehr fürchten müssen als wir.