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Der Fluch der neuen Medien

31.10.2012 | 18:51 Uhr
Der Fluch der neuen Medien
Wir sind ständig erreichbar, allzeit überwachbar, unsere Bilder, Vorlieben, Schwächen wabern im virtuellen Universum womöglich bis in alle Ewigkeit umher.Foto: Getty Images/iStockphoto
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Handy, Smartphone, Internet – sie scheinen ein Fluch der Moderne zu sein. Wir sind ständig erreichbar, allzeit überwachbar, unsere Bilder, Vorlieben, Schwächen wabern im virtuellen Universum womöglich bis in alle Ewigkeit umher. Kontrolle ist unmöglich, kein Normalsterblicher versteht mehr, wie das funktioniert. Abzocker, Gauner, Datenhändler lauern überall. Mal ist es nur ein überteuertes Ferngespräch, mal ist es die dicke Überweisung, die irgendein Hacker beim Online-Banking wegfischt. Radikale, Verschwörer, Spinner finden die Plattform ihres Lebens. Und viele gehen ihnen auf den Leim.

Das Unbehagen wäre grenzenlos, gäbe es da nicht auch diese andere Seite: Wissen verfügbar für alle, Nachrichten jederzeit an jeden Ort, und es kostet nicht die Welt. Nichts fürchten die Rechthaber, die Mächtigen und die Diktatoren so sehr wie diese neue Freiheit. Sie haben Angst vor jedem Klick. Es tröstet ein wenig, dass die größten Gauner die modernen Medien noch mehr fürchten müssen als wir.

Matthias Korfmann

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Kommentare
01.11.2012
11:01
Der letzte Satz des Kommentars ist so gut,
von nachdenken | #1

dass ich voll in Lachen ausgebrochen bin ;-)
Wie wahr, wie wahr!
Fehlt allerdings oft noch die Exekutive:
Zwar werden die Gangster in Nadelstreifen permanent des Betrugs o.ä. überführt, aber sie laufen frei rum....
Und Berlusconi hat z.B. seine eigenen Medien.

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