Der falsche Weg

Die Bahn agiert mitunter wie ein Unternehmen, das längst an der Börse ist – obwohl das Thema doch eigentlich ad acta gelegt ist. Wer aus Kostengründen in der Fläche die Reisezentren schließt, weil sie ihm zu teuer sind, bewegt sich, was das Image angeht, auf gefährlichem Terrain. Denn nur auf den ersten Blick erscheint die Alternative plausibel, Fahrscheine per Video zu verkaufen. Zum einen: Solche Geräte gehen gerne mal kaputt. Wer als die Bahn weiß das besser – siehe Fahrscheinautomaten. Oder sie werden von Vandalen kaputt gemacht.

Zum anderen werden gerade Senioren, deren Anteil ja wächst, wenig begeistert sein von der Aussicht, künftig von einem Menschen „aus dem Fernsehen“ beim Ticketkauf beraten zu werden. Konzernchef Grube hat kürzlich angekündigt, die Bahn stelle sich auf ihre älter werdenden Kunden ein. Was sie jetzt plant, ist das genaue Gegenteil.