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Der Arabische Frühling wird teuer

17.01.2013 | 18:30 Uhr
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Der Arabische Frühling wird teuer
Islamisten haben sich überall in Nordafrika etabliert und ziehen grenzüberschreitend ihre Kreise. Bis Algerien, bis Mali. Foto: AP/Francois Rihouay

Über Jahrzehnte haben die Regierungen Europas und der USA die Machthaber in Nordafrika gepflegt. Ben Ali in Tunesien, Gaddafi in Libyen und Mubarak in Ägypten waren Garanten für Stabilität. Dass ihre Herrschaft auf Gewalt, Terror und Menschenrechtsverletzungen basierte, wurde in Kauf genommen. Bis zum Arabischen Frühling.

Dann demonstrierten die Menschen dort, dass die Zeit für Diktaturen abgelaufen ist. Der Jubel über die Freiheitswelle war groß. Schnell beeilte sich der Westen, die Demokratiebemühungen zu beflügeln – wenn es sein musste militärisch. Nun sind die Diktatoren im Exil, tot oder im Gefängnis. Sie hinterließen ein Machtvakuum, das die gemäßigten Kräfte noch nicht gefüllt haben. Stattdessen haben sich Islamisten überall in Nordafrika etabliert und ziehen grenzüberschreitend ihre Kreise. Bis Algerien, bis Mali. Auch das ist der Preis der westlichen Politik. Er wird immer höher.

Gregor Boldt

Kommentare
18.01.2013
11:15
Der Arabische Frühling wird teuer
von CaptainFuture | #3

Was zur Renaissance des radikalen Islamismus führte ist der Hass auf Israel, besonders nach dem Sechstagekrieg. Leider lässt sich der Hass kaum noch...
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2013-01-17 18:30
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