Klimaschutzplan

Den Streit nicht wert

Johannes Remmel  wirbt mit seinem Klimaschutz-Plan für 100 neue Klimagenossenschaften, die Verdoppelung der Solardächer in NRW, für mehr Radwege und 25 Prozent Kraft-Wärme-Kopplung.
Johannes Remmel wirbt mit seinem Klimaschutz-Plan für 100 neue Klimagenossenschaften, die Verdoppelung der Solardächer in NRW, für mehr Radwege und 25 Prozent Kraft-Wärme-Kopplung.
Foto: Mark Keppler

Dieser Klimaschutzplan ist in seiner umfassenden Unverbindlichkeit gewiss eine verdienstvolle Ideen- und Projektsammlung zur Senkung des Treibhausgas-Ausstoßes in NRW. Er ist aber beileibe nicht die einzigartige „Road Map“ in eine ökologische Zukunft, von der Umweltminister Johannes Remmel lange zu träumen schien.

Zwangsmaßnahmen, neue Auflagen oder Zusatzkosten wird es im Namen der CO2-Reduzierung jedenfalls für Unternehmen und Privatpersonen auf Jahre nicht geben. Diesen Preis war die noch immer industrienahe NRW-SPD für eine vom grünen Koalitionspartner beschworene ökologische Vorreiterrolle nicht zu zahlen bereit.

Ärgerlich bleibt, dass die seit Jahren entglittene Debatte um den Klimaschutzplan das Klima zwischen Landesregierung und Wirtschaft ohne Not vergiftet hat. Das Ergebnis war den Streit nicht wert.

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