Davor gibt es keinen Schutz

Blick in das Cockpit des verunglückten Airbus A320: Das Bild entstand am 22. März 2015 nach einem der letzten Flüge vor dem Absturz der Maschine.
Blick in das Cockpit des verunglückten Airbus A320: Das Bild entstand am 22. März 2015 nach einem der letzten Flüge vor dem Absturz der Maschine.
Foto: Marius Palmen

Es bleiben nach wie vor bedrückende Rätsel. Allerdings steht nach Erkenntnis der Ermittlungsbehörden jetzt fest, dass der Co-Pilot, der die Germanwings-Maschine mit 150 Menschen an Bord zum Absturz gebracht hat, arbeitsunfähig war.

Er hat es verheimlicht, ist stattdessen geflogen – trotz Krankschreibung und daher ärztlich attestierter Flugunfähigkeit.

Ob diese Erkrankung – ihr Auslöser und/oder ihre Auswirkung – die Begründung für die selbstmörderische Aktion des 27-Jährigen ist, mit der er 149 Menschen und sich selbst in einen so sinnlosen Tod gerissen hat, kann nur spekuliert werden.

Sie liegt allerdings nahe – und macht zugleich das Leid der Hinterbliebenen noch unerträglicher. Sollte sich der Ablauf – und daran gibt es kaum noch Zweifel – so bewahrheiten, steht allerdings auch fest, dass es keinerlei denkbare Sicherheitsmaßnahme geben wird, die Menschen vor einer solchen Irrsinnshandlung bewahren kann.