Das Kreuz mit der Demokratie

Für ganze Wahlwochen plädiert SPD-Generalsekretärin Yasmin Fahimi. Damit soll die niedrige Wahlbeteiligung bekämpft werden.
Für ganze Wahlwochen plädiert SPD-Generalsekretärin Yasmin Fahimi. Damit soll die niedrige Wahlbeteiligung bekämpft werden.
Foto: Archiv/dpa
Was wir bereits wissen
Es ist Zeit, sich Gedanken zu machen, wie man Menschen wieder an die Urne bewegt. Aber der Vorschlag von SPD-Generalsekretärin Fahimi greift zu kurz.

Bei den Kommunalwahlen im Mai hat jeder Zweite nicht gewählt. Nur 50 Prozent Wahlbeteiligung, das hat es in NRW noch nie gegeben. Ist das Bequemlichkeit? Desinteresse? Unwissenheit? Politikverdrossenheit? Oder alles zusammen?

Es ist höchste Zeit, sich Gedanken zu machen, wie man die Menschen wieder an die Urne – oder noch besser zu politischem Engagement bewegt. Und deshalb ist der Vorschlag von SPD-Generalsekretärin Yasmin Fahimi auch aller Ehren wert. Aber er greift zu kurz.

Aus einem Nichtwähler wird kein Wähler, nur weil man ihm die Urne hinterherträgt. An Möglichkeiten zur Stimmabgabe mangelt es sich nicht. Wohl aber an Erklärungen, Aufklärungen und Inhalten, die auch verstanden werden.

Es ist ein Kreuz mit der Demokratie, sie ist anstrengend, weil sie vom mündigen Bürger ausgeht und von Politikern, die das sagen, was sie meinen und meinen, was sie sagen.