Das Experiment mit dem RRX

So soll der RRX aussehen: Siemens hat den Zuschlag für den Bau von 82 "Rhein-Ruhr-Express"-Zügen bekommen.
So soll der RRX aussehen: Siemens hat den Zuschlag für den Bau von 82 "Rhein-Ruhr-Express"-Zügen bekommen.
Foto: Verkehrsministerium NRW

Die Region hat schnellere Züge verdient. Von daher: Die Wahl des Siemens-Angebotes für den Rhein-Ruhr-Express scheint ein guter Griff zu sein. Mehr Komfort. Höhere Beschleunigung. Gesteigerte Energieeffizienz. Das könnte Spaß am Regio-Pendeln bringen.

Doch es gibt Fragezeichen. Denn der Verkehrsverbund Rhein Ruhr (VRR), der den Auftrag vergibt, wagt sich auf völliges Neuland. Erstmals wollen er und seine Zweckverbände die Fahrzeuge selbst kaufen.

Die Kosten müssen bei den von den Kommunen mitgetragenen Organisationen erst einmal finanziert werden.

Und völlig offen ist, ob der erfahrenste Bahnbetreiber, die Bahn AG, noch mit an Bord ist, wenn der RRX losrollt.

Für sie scheint sich reine „Lohnkutscherei“ ohne lukrative Wartungsaufträge nicht zu rechnen. Das alles muss nicht schief gehen. Vielleicht ist es sogar zukunftsträchtig. Es muss aber gut überlegt sein.