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Biermarkt

Das Dilemma der Bierbrauer

26.07.2013 | 19:31 Uhr
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Das Dilemma der Bierbrauer
Jede Woche ist ein anderes Bier pro Kasten für 9,99 Euro oder sogar noch weniger zu haben. Nur jede dritte Kiste wird noch zum regulären Preis von zwölf oder dreizehn Euro verkauft.Foto: Tim Schulz

Lange Zeit war Ruhe an der Bierpreisfront. Im Herbst wollen die Brauereien nun aber kräftig hinlangen. Das wird die Freunde des Gerstensaftes wenig freuen. Sie haben sich an den günstigen Preis gewöhnt. Der Kasten Pils oder Alt kostet heute so viel wie vor 20 Jahren. An den Verbrauchern sind zumindest beim Bier Inflation und gestiegene Kosten für Rohstoffe und Energie vorbeigegangen.

Das hat einen einfachen Grund: Bier ist zum entscheidenden Lockvogel im Sonderangebote-Prospekt der Supermärkte geworden. Jede Woche ist ein anderes Bier pro Kasten für 9,99 Euro oder sogar noch weniger zu haben. Nur jede dritte Kiste wird noch zum regulären Preis von zwölf oder dreizehn Euro verkauft.

Dieser Preiskampf setzt insbesondere die deutschlandweit vertretenen Premium-Marken unter Druck. Kein Wunder, dass die Brauereien nun versuchen, den Handel zu überreden, Bier aus der aggressiven Werbestrategie herauszunehmen. Die angekündigten Preiserhöhungen sind gleichwohl riskant. Denn seit vielen Jahren geht der Bierabsatz in Deutschland kontinuierlich zurück. Die Brauereien stehen vor einem Dilemma.

Frank Meßing

Kommentare
27.07.2013
15:52
Das Dilemma der Bierbrauer
von Bruce49 | #5

Das Bier seit 20 Jahren preisstabil ist, ist falsch. Damals kostete eine Kiste zwischen zehn und 13 D-Mark, also fünf Euro bis rund sieben Euro.

Und: Fassbier ist bei der gleichen Menge dreimal teurer. So werden wohl geringe Gewinnspannen aus dem Flaschenbiergeschäft kompensiert?

Es besteht also kein Anlass, die Preise anzuheben. Die Brauer schneiden sich nur ins eigene Fleisch.

27.07.2013
12:11
Das Dilemma der Bierbrauer
von 2013witten | #4

Wenn ich für 7 bis 9 Euro einen Kasten schmackhaftes Pils kaufen kann, verzichte ich gern auf den unvergleichlichen Genuss eines reinrassigen, aber doppelt so teuren "Premium"-Gebräus. So viel kann doch der kleine Fetzen aufgeklebtes Silberpapier nicht wert sein, oder?

27.07.2013
11:56
Das Dilemma der Bierbrauer
von siebert2 | #3

frau veltins gehört zu den reichsten frauen in deutschland.was soll das gejammere der brauereien?

1 Antwort
Das Dilemma der Bierbrauer
von wenjuckts | #3-1

Zu viel ist eben nicht genug....

27.07.2013
11:08
Das Dilemma der Bierbrauer
von trickflyer | #2

solange der brauer A seine kiste für 5-6 euro ins schaufenster stellt,muss brauer B mit 12-14 euro nicht jammern.und den dfb hoffieren........250 autos unters volk bringen und was es sonst noch so alles gibt.......oder?

27.07.2013
10:57
Das Dilemma der Bierbrauer
von Polium | #1

Kein Biertrinker bezahlt den ausgeschilderten Preis für seine Marke. Es gibt jede Woche Angebote, die weit drunter liegen und da deckt man sich eben ein.
Die ehemalige Kneipenkultur ist doch schon lange tot. Die Antiraucher waren nur der Rest. Wenn ich für 2 Gläser Gezapftes, einen ganzen Kasten bekomme, da interessiert mich auch die jahrelange Verbundenheit mit Budiker und Personal nicht mehr!
Nach der Wende haben die Kneiper den Rachen nicht vollbekommen, bei ständig voller Hütte die Stammkunden mit immer höheren Preisen traktiert. Jetzt kommt der Dank, ganz einfach.

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2013-07-26 19:31
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