Cameron, Europa und die Schotten

Wahlsieger David Cameron - im Bild mit seiner Frau Samantha - hat den Zusammenhalt des Vereinigten Königreichs zur größten Aufgabe für die nächsten fünf Jahre erklärt.
Wahlsieger David Cameron - im Bild mit seiner Frau Samantha - hat den Zusammenhalt des Vereinigten Königreichs zur größten Aufgabe für die nächsten fünf Jahre erklärt.

Die Briten haben den konservativen Regierungschef David Cameron eindrucksvoll im Amt bestätigt. Er kann sogar allein regieren. Diesen grandiosen Sieg verdankt er nicht nur seinem blasen Gegenkanidaten Ed Miliband, sondern vor allem der Überzeugung vieler Briten, mit Cameron das Tal der Tränen besser durchschreiten zu können.

Die Wirtschaft befindet sich nach vielen Jahren endlich wieder im Aufwind.

Doch leichter wird es nicht für Cameron. Der Premier hat ein Referendum über den EU-Verbleib versprochen. Verlassen die europamuffeligen Briten also 2017 die Union? Ruhe bewahren! Brexit – der Abschied des Königreichs aus der EU – ist nicht vorbestimmt. Ein Austritt würde den Aufschwung abwürgen, von dem das Land zurzeit profitiert.

Und die Briten sind kühle Rechner.

Weit schwieriger wird es für den Premier, Großbritannien zusammen zu halten. Das Votum der Schotten ist ein eindeutiges Signal. Cameron hat es gehört. In seiner ersten Rede nach dem Sieg beschwor er gestern die Einheit der Nation.

Reichen wird das nicht.