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Buschkowsky,nah am wahren Leben

18.02.2013 | 17:53 Uhr
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SPD

Eigentlich ist Buschkowsky ein Vorzeige-Sozialdemokrat. Denn er bringt das mit, was SPD-Chef Gabriel von seinen Genossen fordert: dort sein, „wo es stinkt“, Schluss machen mit dem Sitzungssozialismus, sich stattdessen dort bewegen, wo das „wahre Leben“ ist. Denn das sei immer der Garant für den Erfolg der SPD gewesen.

Jetzt kritisiert Buschkowsky die doppelte Staatsangehörigkeit, die Kriminalität und Sozialbetrug befördere. Damit spuckt er dem SPD-Chef kräftig in die Suppe, der erst kürzlich angekündigt hatte, den Ausbau der doppelten Staatsangehörigkeit zu einem Schwerpunkt im Bundestagswahlkampf zu machen.

Gabriel steckt in einer Klemme. Von der Sachlage her müsste er in den Chor der harten Kritiker aus seiner eigenen Partei einstimmen und Buschkowsky in die Schranken weisen. Gleichzeitig weiß er, dass viele SPD-Wähler den Thesen zur Sozialpolitik von Buschkowsky und auch von Sarrazin durchaus etwas abgewinnen können.

Und da wundert es nicht, dass von Gabriel auf die Frage, ob Buschkowsky nicht ins Schattenkabinett von Steinbrück gehöre, ein klares Nein nicht zu vernehmen ist.

Wilhelm Klümper

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Kommentare
20.02.2013
14:02
Wie ärgerlich für Gabriel
von Frubbi74 | #3

daß der hehre Ausflug der SPD ins "wahre Leben" ausgerechnet mit dem Aufdecken unbequemer Realitäten endet - so unbequem, daß man den Erkenntnisgewinn eigentlich ganz undemokratisch unter Verschluß halten müßte.

19.02.2013
01:31
Neronimus | #1
von schRuessler | #2

Welche zweite Staatsbürgerschaft soll ein Deutscher, der in Deutschland lebt, denn annehmen?
Was ist das den für ein Vorschlag?

18.02.2013
19:11
Buschkowsky,nah am wahren Leben
von Neronimus | #1

Buschlowsky hat Recht, er sagt was die meisten Bundesbürger denken. Damit muß auch die SPD endlich klarkommen. Eine Staatsbürgerschaft ist halt mehr als lediglich die Berechtigung sich irgendwo aufhalten zu können. Es geht nicht nur ums Rosinenpicken. Man muss sich schon dafür entscheiden, in welchem Land man Staatsbürger sein möchte. Die Frage muss natürlich auch erlaubt sein, warum in der Regel Zugezogenen also “Neudeutschen“ dieses Privileg gewährt werden soll. Wenn man allen Bundesbürgern die Möglichkeit eröffnen, könnte ebenfalls mehrere Staatsbürgerschaft zu erhalten, dann nur zu. Dann wären alle vor dem Gesetz gleich. Wenn die SPD das begreift, wird sie auch wieder ein paar Stimmen mehr bekommen.

2 Antworten
Buschkowsky,nah am wahren Leben
von Ismet | #1-1

Zu Ihrer Info.
Die doppelte Staatsbürgerschaft wurde bis zum 31.12.1999 gewährt. Wer danach die deutsche Staatsbürgerschaft annehmen will und auch wollte, muss die alte Staatsbürgerschaft aufgeben. Kommt es dennoch zu einer doppelten Staatsbürgerschaft (Inkognito!), und dieses herauskommt, verliert dieser automatisch die deutsche Staatsbürgerschaft und wird als Staatenloser, da alle rechte zum Verbleib in Deutschland verloren hat, in die ehemalige Heimat abgeschoben. Punkt aus. Davon wird leider zu wenig gebrauch gemacht.

Buschkowsky,nah am wahren Leben
von a_ha | #1-2

Hi, Ismet.
Warum hat Özil die doppelte und alle wissen es?
Das wundert mich schon lange.

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