Ernährung

Bessere Kontrolle für Lebensmittel

Der Staat hat bei der Lebensmittelkontrolle ein Wächteramt. Guckt er richtig hin?
Der Staat hat bei der Lebensmittelkontrolle ein Wächteramt. Guckt er richtig hin?
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Zwei Dutzend Lebensmittelskandale haben uns in 30 Jahren nicht selten den Appetit verdorben. Der Staat hat bei der Lebensmittelkontrolle ein Wächteramt. Guckt er richtig hin?

Es begann nach 1980 mit Östrogen im Kalbfleisch und Frostschutzmittel im Wein und erreichte 2011 einen traurigen Höhepunkt. 53 Menschen starben, nachdem sie verseuchte Sprossen gegessen hatten. Zwei Dutzend Skandale haben uns in 30 Jahren nicht selten den Appetit verdorben.

Eindeutig: Lebensmittelskandale sind durch ein höheres Bewusstsein der Menschen für gesunde Nahrung und reelle Preise einzudämmen. Aber genauso hat hier der Staat ein Wächteramt. Guckt er richtig hin?

Zahlen geben der Kritik des Vorsitzenden des Verbandes der Lebensmittelkontrolleure Recht: 600 statt 340 Kontrolleure sollten in NRW die Überwachung zigtausender Betriebe managen, versprach die Landesregierung vor sechs Jahren. Zusätzlich eingestellt wurden bis jetzt gerade 40. Vor allem die Kommunen kommen ihrer Verpflichtung nicht nach.

Es gibt ein dramatisches Vollzugsdefizit bei einer lebenswichtigen Aufgabe. Statt 400 Behörden in 16 Bundesländern, die vor sich hin wurschteln, brauchen wir noch strengere Regeln, ein Nahrungs-FBI.

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