Tarifeinigung

Bahnfahrer können aufatmen - endlich

Auch die Lokführer können aufatmen. Neben einem ordentlichen Lohnplus erhalten sie spürbare Entlastungen bei den Dienstzeiten.
Auch die Lokführer können aufatmen. Neben einem ordentlichen Lohnplus erhalten sie spürbare Entlastungen bei den Dienstzeiten.
Foto: imago

Eine gute Nachricht ist die Schlichtung für Abermillionen Bahnfahrer. Zumindest Arbeitskämpfe werden den Schienenverkehr so bald nicht mehr lahmlegen.

Man möchte die Vertreter der beiden Konfliktparteien Bahn und Lokführergewerkschaft GDL am liebsten an den Schultern packen und ihnen zurufen: Warum nicht gleich so! Nach einjähriger Auseinandersetzung, neun Lokführerstreiks und insgesamt 420 Stunden Arbeitskampf, die die Geduld der ganzen Nation auf eine selten harte Probe gestellt haben, ist der längste Tarifkonflikt in der Geschichte der Bahn endlich beigelegt.

Zwei Hochkaräter aus der Politik – ein amtierender und ein ehemaliger Ministerpräsident – mussten aufgeboten werden, um einen Tarifstreit zu schlichten, der in seiner Heftigkeit am Grundverständnis für das Streikrecht in diesem Land rüttelte.

Eine gute Nachricht ist die Schlichtung für Abermillionen Bahnfahrer. Zumindest Arbeitskämpfe werden den Schienenverkehr so bald nicht mehr lahmlegen. Auch die Lokführer können aufatmen. Neben einem ordentlichen Lohnplus erhalten sie spürbare Entlastungen bei den Dienstzeiten. Denn auch darum ging es ja: um mehr Lohn, um bessere Arbeitsbedingungen. Das ideologische Gerangel um gewerkschaftliche Einflusszonen hatte den Blick dafür längst verstellt.

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