Parkgebühren

Autofahren ist Luxus

Die nördlichen Revierstädte geben sich bei den Parkgebühren noch recht moderat: Die ärmsten Kommunen bieten die billigsten Parkplätze.
Die nördlichen Revierstädte geben sich bei den Parkgebühren noch recht moderat: Die ärmsten Kommunen bieten die billigsten Parkplätze.
Foto: Andreas Mangen / waz

Kämmerer freuen sich ja über jeden Cent. Ihre Fantasie, Haushaltslöcher irgendwie notdürftig zu stopfen, ist fast unbegrenzt. Die Städte erfanden die „Bettensteuer“ oder – wie in Köln, Wuppertal und Krefeld – sogar eine „Schneesteuer“. Das ist eine Erhöhung der Grundsteuer, um den teuren Winterdienst zu finanzieren. Höhere Parkgebühren gehören da schon eher zu den leichten Übungen.

Die nördlichen Revierstädte geben sich dabei noch recht moderat. Die ärmsten Kommunen bieten die billigsten Parkplätze. Das muss man wohl so interpretieren: Sie sind froh, wenn überhaupt einer dort einkauft. Was sich aber Düsseldorf (reiche Stadt) und Köln (touristisch interessante Stadt) leisten, ist hart an der Schmerzgrenze. Den einen oder anderen dürfte das an moderne Wegelagerei erinnern.

Autofahren wird langsam Luxus. Ein Liter Super kostet 1,72 Euro, Tendenz steigend, ein Elektroauto ein Vermögen. Alte Stinker dürfen nicht mehr in die Umweltzonen, also muss in vielen Fällen bald ein neuer Wagen her. Und dann drehen manche Städte auch noch an der Parkplatz-Preisschraube. Wer das nicht mehr stemmen kann oder will, dem bleiben nur Bus und Bahn. Und die sind gar keine schlechte Alternative.