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Parkgebühren

Autofahren ist Luxus

17.09.2012 | 18:23 Uhr
Autofahren ist Luxus
Die nördlichen Revierstädte geben sich bei den Parkgebühren noch recht moderat: Die ärmsten Kommunen bieten die billigsten Parkplätze.Foto: Andreas Mangen / waz
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Kämmerer freuen sich ja über jeden Cent. Ihre Fantasie, Haushaltslöcher irgendwie notdürftig zu stopfen, ist fast unbegrenzt. Die Städte erfanden die „Bettensteuer“ oder – wie in Köln, Wuppertal und Krefeld – sogar eine „Schneesteuer“. Das ist eine Erhöhung der Grundsteuer, um den teuren Winterdienst zu finanzieren. Höhere Parkgebühren gehören da schon eher zu den leichten Übungen.

Die nördlichen Revierstädte geben sich dabei noch recht moderat. Die ärmsten Kommunen bieten die billigsten Parkplätze. Das muss man wohl so interpretieren: Sie sind froh, wenn überhaupt einer dort einkauft. Was sich aber Düsseldorf (reiche Stadt) und Köln (touristisch interessante Stadt) leisten, ist hart an der Schmerzgrenze. Den einen oder anderen dürfte das an moderne Wegelagerei erinnern.

Autofahren wird langsam Luxus. Ein Liter Super kostet 1,72 Euro, Tendenz steigend, ein Elektroauto ein Vermögen. Alte Stinker dürfen nicht mehr in die Umweltzonen, also muss in vielen Fällen bald ein neuer Wagen her. Und dann drehen manche Städte auch noch an der Parkplatz-Preisschraube. Wer das nicht mehr stemmen kann oder will, dem bleiben nur Bus und Bahn. Und die sind gar keine schlechte Alternative.

Matthias Korfmann

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Kommentare
18.09.2012
20:59
Schon wieder Neidkommentare?
von cui.bono | #2

der Autofahrer als Melkkuh der Nation und einige Kommentatoren rufden nach noch höheren Benzinpreisen und Pargebühren.

Das ist dann besonders einfach wenn man selbst gar kein Auto hat und auch keine Parkgebühren zahlt.

18.09.2012
11:31
Autofahren ist gar nicht mal so teuer
von karmey | #1

Warum soll das Parken in vom Autoverkehr überlaufenen Städten günstig sein, wenn diese Städte weniger Autoverkehr und mehr Lebensqualität in den Städten wollen? Das Jammerlied vom angeblich so teuren Autofahren ist auch nur bedingt glaubwürdig, denn gemessen an den ja auch gestiegenen Realeinkommen ist das Autofahren langfristig sogar günstiger als in den vergangenen Jahrzehnten. Könnte sich sonst fast jeder, sogar Auszubildende und Studenten, ein Auto leisten? Benzinkosten machen nur einen Teil der Kosten des Autofahrens aus.

Weiter sind die Kosten für die Benutzung des ÖPNV in Deutschland in den vergangenen Jahren sogar stärker gestiegen als die für den PKW. Auch widerspricht schon der blosse Augenschein der These des teuren Autos, denn diese werden immer PS-stärker und PKWs der oberen Mittelklasse und Oberklasse verkaufen sich besonders gut, während sparsame Modelle Ladenhüter sind. Wer sich immer noch einen SUV leisten kann, soll über hohe Benzinpreise besser nicht klagen.

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