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Windenergie

Ausbau mit Augenmaß

31.10.2012 | 18:24 Uhr
Ausbau mit Augenmaß
NRW will Windenergie deutlich ausbauen.Foto: dapd/Nigel Treblin
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Nordrhein-Westfalen öffnet die Wälder für die Windkraft – und rüttelt damit an einem Tabu. Die Nutzung kahler „Kyrill-Flächen“ und Nadelwälder für die Windernte muss aber im Konsens mit Kommunen und Anwohnern geplant und umgesetzt werden. Bis zu 200 Meter hohe Windräder bedeuten einen erheblichen Eingriff in unsere Kulturlandschaft.

Die Energiewende wird konkret und hat ihren Preis. Vorrangflächen für Windräder außerhalb der Wälder reichen im dicht besiedelten NRW nicht aus. Wenn bis 2020 bereits 15 Prozent des Stroms aus Windkraft produziert werden sollen, gibt es keine Alternative zur Nutzung von Waldflächen.

Für private Investoren wird der Wind aus dem Wald zum lukrativen Geschäft. Mit „Bürgerwindparks“ können die Erlöse vor Ort bleiben – und Proteste gegen die riesigen Windspargel mit dem jährlichen Scheck der Stromzahler deutlich gemindert werden. Das darf aber nicht dazu führen, dass künftig überall Windräder das Bild unserer Wälder dominieren. Der Ausbau verlangt Augenmaß. Schließlich hat der Wald auch eine wichtige Funktion als Erholungsraum.

Wilfried Goebels

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