Aufs Wesentliche konzentrieren

Bisweilen wird nicht gegen den Ball, sondern gegen den Kopf des am Boden liegenden Gegenspielers getreten. Wenn das nicht reicht, bricht man dem Schiedsrichter den Kiefer – und bei alle dem mischt auch das Publikum mit Pöbeleien und Fäusten kräftig mit. Übertrieben? – Mitnichten! Gewalt ist gerade bei Spielen unterklassiger Amateurfußballclubs ein wachsendes und ungelöstes Problem.

Zu Leibe gerückt werden kann diesen Exzessen nicht durch zusätzliche Schiedsrichter – mal abgesehen davon, dass die gar nicht zur Verfügung stehen. Auch nicht durch mehr Ordner – falls sich überhaupt noch jemand für diese manchmal schmerzhafte Aufgabe findet. Ändern muss sich die Philosophie der Clubs. Und ändern müssen sich die Beteiligten. Indem sie sich endlich auf das konzentrieren, worum es geht: Die Mannschaften aufs Kicken, die Schiedsrichter auf neutrales Pfeifen und das Publikum aufs Zuschauen. Das kann doch nicht so schwer sein!