Aufgeklärte Verbraucher

Redaktuer Frank Messing am 10.04.2012 in Essen. Foto: Bernd Lauter/WAZ FotoPool
Redaktuer Frank Messing am 10.04.2012 in Essen. Foto: Bernd Lauter/WAZ FotoPool
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Wenn sich die Spritpreise alle drei oder vier Stunden verändern, liegt das sicherlich nicht daran, dass die Mineralölkonzerne nur auf den Knopf drücken müssen. Der Tankwart, der auf die Leiter steigen muss, um die Preistafel zu verändern, ist längst passé. Die modernen digitalen Anzeigen reagieren nur darauf, wie sich der Markt und die Konkurrenz bewegen.

Diese Technik hält nun auch im Handel Einzug. Und wie jede Neuerung rufen auch die digitalen Preisschilder Skeptiker und Mahner auf den Plan. Natürlich eröffnet die elektronische Preisauszeichnung Möglichkeiten der Manipulation. Im preisaggressiven deutschen Handel wird aber wohl kein Supermarkt-Betreiber auf den Gedanken kommen, kurz vor dem Fußballspiel den Kasten Bier teurer zu machen. Die Kunden werden den Trick sofort durchschauen, den Laden nie wieder betreten und zur günstigeren Konkurrenz abwandern.

Aufgeklärte Verbraucher tun gut daran, weiterhin mit wachen Augen die Preise zu vergleichen. Da spielt es keine Rolle, ob sie analog oder digital angezeigt werden.