Atemlos

Ursula von der Leyen hat in zehn Monaten die Beschaffung der Bundeswehr auf den Kopf gestellt, die Bedingungen für die Soldaten verbessert, die Strukturreform durchgehalten, den Einsatzradius der Truppe erweitert, auf aktuelle Krisen reagiert. Nun peilt sie auch noch ein „Weißbuch“ an. Dazu muss die Regierung die Leitlinien der Sicherheitspolitik neu definieren. Das ist ein Prozess, den Präsident Gauck mit dem Ruf nach mehr Verantwortung provoziert hat, der zugleich aber auch viel mit der Macht des Faktischen zu tun hat: Die Ukraine-Krise und der Kampf gegen den IS haben neue Fragen aufgeworfen. Von der Leyen ist eine Getriebene, politisch unentwegt in einer Gefahrenzone unterwegs, wo sich jeder Fehler rächen kann.