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Bertelsmann-Studie

Arme Kinder, reiches Land

21.10.2012 | 18:11 Uhr
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Im vergangenen Jahr lebten in Deutschland 367 .000 Kleinkinder in Armut – eine stattliche Großstadt. Die armen Kinder wird das reiche Land, in dem immer mehr Menschen in Ehren ergrauen, sehr bald brauchen.

Im internationalen Vergleich ist Deutschland reich. In der EU gilt es sogar als Wunderland: Viele saufen ab, wir schwimmen oben. Dennoch: Im vergangenen Jahr lebten hier 367.000 Kleinkinder in Armut – eine stattliche Großstadt.

Nun kann man über Armut streiten. Experten glauben, sie ausrechnen zu können, aber so einfach ist das natürlich nicht. Und der Blick über die Grenzen lehrt, dass die Griechen, die Portugiesen, die Bulgaren Armut anders spüren.

Das Revier ist – gegen den Trend – ganz oben in dieser Rangliste der Bedürftigkeit, die die Bertelsmann-Stitung vorgelegt hat. Sind wir total abgehängt? Die Wahrheit ist viel komplizierter. Diese Grenzen verlaufen ja nicht nur zwischen Revier und Münsterland, zwischen Düsseldorf und Duisburg. Sie verlaufen mitten in den Städten. Irgendwo zwischen Dortmund-Syburg und Nordstadt, zwischen Bredeney und Karnap.

Diese Quartiere, die Schulen dort und die Familien brauchen mehr: mehr Ganztag, mehr Hingucken, mehr „Finanzausgleich“. Die armen Kinder wird das reiche Land, in dem immer mehr Menschen in Ehren ergrauen, sehr bald brauchen.

Matthias Korfmann

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22.10.2012
18:09
Ja, die Wahrheit ist tatsächlich viel komplizierter
von Vorwaerts_Nimmer_Rueckwaerts_Immer | #2

Nur noch ein bisschen mehr hingucken, ein bisschen Ganztagsschule , Finanzausgleich, dann wären die Probleme schnell gelöst.

Herr Korfmann, kann es sein, dass Sie die letzten Jahrzehnte auf einen Kugelsternenhaufen verbracht haben?

Gerade die idiotische Rundumalimentation und der Nannystaat ist das Problem.

Der Bürger wird träge, er bekennt sich noch nicht einmal zu seiner eigenen Lebensverantwortung.

Die "Studie" hat einen Gewissen Heizwert, alsobab damit in den Ofen.

22.10.2012
15:52
Arme Kinder, reiches Land
von Ismet | #1

Sehr geehrter Herr Korfmann,

ein schönes Plädoyer für die Kinder und deren Bedürfnisse.
Leider geht mir Ihr Kommentar nicht weit genug. Statt nur die in "ehren Ergrauten" Menschen zu betonen sollten Sie folgendes mehr Betonen:
Die Politik wie auch die Gesellschafft "muss" alles mobilisieren, um unseren Kindern die bestmögliche Ausbildung mit auf den Weg zu geben. Dazu ist Deutschland sehr wohl in der Lage. Nur wollen unsere Politiker in dieser Hinsicht nichts machen bzw. machen nur unzureichendes.

Ich gehe weiter Arbeiten, damit die "darbenden Banken" nicht weiter auf meine Steuern verzichten müssen.

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