Anders wäre es nicht gegangen

Auch wenn es 45 Abgeordnete nicht begreifen wollten: Es gibt letztlich keine akzeptable Alternative zur viermonatigen Verlängerung des EU-Rettungsprogramms für Griechenland. Deshalb hat der Deutsche Bundestag mit Rekordmehrheit zugestimmt. Wäre dies nicht geschehen, hätten sich also diejenigen durchgesetzt, die der ebenso geschmacklosen wie politisch fehlgeleiteten Anti-Griechenland-Kampagne eines großen deutschen Boulevardblattes aufgesessen sind; dann hätte dies zu spürbaren Rissen im Fundament der EU und die Hellenen ganz sicher in eine Staatspleite mit unabsehbaren Folgen geführt.

Das kann niemand ernsthaft wollen. Übrigens auch die Links-Rechts-Koalition in Athen selbst nicht. Deshalb wird sie nun alles dransetzen müssen, außerhalb der eigenen Grenzen Glaubwürdigkeit dadurch zurück zu gewinnen, dass sie die mit der EU vereinbarten Auflagen verlässlich erfüllt. Auch dazu gibt es keine Alternative.