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Aldi-Republik Deutschland

05.04.2013 | 19:12 Uhr
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Aldi-Republik Deutschland
Die Filiale in der Huestraße 89 in Essen-Schonnebeck von außen im Jahr 1930. Foto: Aldi

Wer hat sich wohl mehr verändert in diesen 100 Jahren? Aldi oder Deutschland? Schwer zu sagen. Doch es ist etwas dran, wenn von der Aldi-Republik gesprochen wird. In gewisser Weise ist Deutschland Aldi, und Aldi ist Deutschland.

Diese Läden haben das Land geprägt. Sparsam und gründlich, kleinlich bis übergenau: Sind wir nicht alle ein bisschen Aldi? Dass die Firmen-Geschichte im Ruhrgebiet spielt, klingt logisch.

Andere machen große Worte, hier zählen Taten. Es geht ums Wesentliche. Nicht Manager gehören in den Mittelpunkt, sondern Kunden. Marken, um das Ego zu befriedigen? Nicht nötig. Auch der Name ist schnörkellos: Aldi statt „Albrecht Discount“.

Es ist schon verblüffend. Kaum ein Konzern ist ähnlich verschwiegen wie Aldi, trotzdem kann fast jeder mitreden, als gehe es um ein Spiel von Schalke oder BVB. Dabei pflegt Aldi eine Geheimniskrämerei, die in einer Zeit, in der Transparenz fast alle Lebensbereiche prägt, doch recht unmodern wirkt.

Die Menschen wollen wissen, wie es hinter der Firmen-Fassade aussieht. Sind die Produkte nicht nur preiswert, sondern auch fair? Und wie steht es um die Mitarbeiter? Wenn sich eine Republik schneller verändert als das Unternehmen, bekommt das Unternehmen ein Problem.

Ulf Meinke

Kommentare
07.04.2013
10:04
Wo ist das Problem?
von BrettBumms | #1

Warum muss heute ein Unternehmen transparent sein? Warum kann nicht auch ein Unternehmen seine Geheimnisse oder Betriebsgeheimnisse haben?

Diese extreme Neugier, diese alles wissen wollen geht mir ganz gewaltig auf den nerv. Wo hört denn diese Forderung der Transparenz auf? Wann fordert man dann die vollkommene Transparenz meines Privatlebens?

Und ob sich ALDI fair verhält kann man wohl einfach beantworten. ALDI verhält sich vermutlich genau so fair oder vielleicht noch "fairer" wie alle anderen Konkurrenten auch.

Wenn es dem einen oder anderen Menschen nicht passt, kann er ja bei der Konkurrenz kaufen.

Der ganze Kommentar ist voller Gemeinplätze und ohnen irgendeine Aussage und damit aus meiner Sicht völlig überflüssig.

Wäre dies eine Zeitung würde ich sagen: Papierverschwendung!

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