Handel

Aldi diktiert die Preise

Wenn das Toilettenpapier bei Aldi, bei Rewe und bei Edeka einheitlich 2,75 Euro kostet, muss das kein Verstoß gegen das Kartellrecht sein. Die Händler beäugen sich kritisch und folgen bei der Preisgestaltung in der Regel dem Riesen Aldi. Illegal wird es erst, wenn sich Hersteller und Händler aktiv absprechen.

Wie wir jetzt wissen, wurde davon intensiv Gebrauch gemacht. Wenn der Produzent sicherstellen kann, dass seine Tafel Schokolade in allen Regalen für 89 Cent angeboten wird, profitiert er davon, aber auch der Ladenbetreiber, der eine stabile Marge hat. Die Dummen sind wir Verbraucher, die vom Wettbewerb profitieren sollten und stattdessen womöglich überhöhte Preise zahlen.

Dass Haribo nicht gewusst haben will, mit seinem Gebaren gegen Kartellrecht zu verstoßen, ist naiv. Im hart umkämpften deutschen Lebensmittelhandel sind den Akteuren offenbar alle Mittel recht. Wie selbstverständlich teilt Aldi mit, dass man seit Jahrzehnten Preisführer in Deutschland sei. Was nichts anderes heißt, als dass der Discounter die Preise diktiert. Das hat mit Marktwirtschaft nichts zu tun.

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