„Affärchen“ mit Sprengkraft

NRW-CDU-Chef Armin Laschet sind Klausuren zur "Europapolitik der Berliner Republik" abhanden gekommen. Offenbar auf dem Postweg.
NRW-CDU-Chef Armin Laschet sind Klausuren zur "Europapolitik der Berliner Republik" abhanden gekommen. Offenbar auf dem Postweg.
Foto: dpa/Archiv

Armin Laschet hat sich die wohl schwierigste Phase seiner politischen Karriere selbst zuzuschreiben. Der schlampige Umgang mit Klausuren, Noten und Notizen hat ebenso Glaubwürdigkeit gekostet wie das jüngste Steuerproblem des Politikers.

Richtig: In beiden Fällen handelt es sich eher um „Affärchen“ als Affären. Aber falsche Noten und fehlerhafte Steuererklärungen sind auch keine Kavaliersdelikte.

Laschet steht massiv unter Druck, weil er mit seinem schwachen Krisenmanagement die Debatte zusätzlich befeuert hat. Dass die glücklose rot-grüne Regierung die offene Flanke für eine giftige Kampagne nutzt und Laschet als Lügner abstempelt, darf den Oppositionsführer nicht wundern.

Ministerpräsidentin Kraft soll in der SPD-Fraktion genüsslich den Wunsch geäußert haben, dass ihr Laschet bis zur Landtagswahl 2017 erhalten bleiben möge. Schlimmer geht’s nimmer.