Abstimmung per Einkaufswagen
23.10.2012 | 18:37 Uhr 2012-10-23T18:37:00+0200
Nicht wenige Großstädte sind auf schlechtestem Wege, den Sonntag zum siebten Einkaufstag zu machen. Solche Auswüchse gehen zu weit.
Rot-Grün hat den Laden buchstäblich nicht dichtgemacht. Bei der Novellierung der Öffnungszeiten haben sich die besonnenen Kräfte durchgesetzt. Es wird behutsam reformiert.
Längst haben die Verbraucher mit dem Einkaufswagen abgestimmt. Die Nachfrage bestimmt den Ladenschluss. In großen Städten kann der späte Kunde in manchem Supermarkt bis Mitternacht einkaufen, woanders bis 22 Uhr. Der Handel passt sich an. Was sollen übereifrige Politiker da regeln?
Ganz anders am Wochenende. Nicht wenige Großstädte sind – getrieben von falsch verstandener Liberalität – auf schlechtestem Wege, den Sonntag zum siebten Einkaufstag zu machen. Solche Auswüchse gehen zu weit. Der Sonntag ist ein Tag der Besinnung. Ab Montag kann ja wieder eingekauft werden.
00:26
Ich arbeite in einem Beruf, der von mir auch Arbeit an Sonntagen abverlangt.
In diesem Sinne fordere ich nach dem legitimen Prinzip "gleiches Recht für alle", daß mir wiederum die Möglichkeit gegeben wird, auch an Sonntagen einzukaufen.
22:46
kannst ja gerne sonntag in die Kirche gehen und dich besinnen-vorher aber nicht vergessen die brötchen beim bäcker zu holen... und abends das vergessene bier an der tankstelle!
diese ganze bevormundung reicht langsam!
14:31
Der sogenannte Staat hat mir nicht vorzuschreihben, wann ich besinnlichlich zu sein habe.
08:43
Wenn der Einzelhandel am Sonntag wie in anderen Wirtschaftszweigen anständige Tariflöhne + 70% Sonntagszuschläge zahlen müsste und sich nicht vorwiegend mit prekären Arbeitsverhältnissen zu Stundelöhnen von unter 6 € bedienen könnte, wäre das Thema Ladenöffnung in Innenstädten am Sonntag ganz schnell vom Tisch.
Unsere reichen FDP-Freunde können sich ja Sonntags nach London, New-Yoerk oder Moskau zum Einkaufen jetten lassen!
06:36
Also ist es falsch dm Konsumenten Freiheiten einzuräumen? Er soll weiter von der Politik gegängelt und eingeschränkt werden?
Da fragt man sich doch welches Demokratieverständnis der Autor hat.
Hier noch mal die Definition von: Liberalität = Freiheitlich
aus der Wikipedia:
"Der Liberalismus (lat. liber: „frei“; liberalis, „die Freiheit betreffend, freiheitlich“)"
Genau. "Frei" von Pflichten, "frei" von Verantwortung, "frei" von Skrupel, "frei" von Steuern, "frei"von Gerechtigkeit.
Das ist doch FDP Programm. Oder?