Martin Rütter möchte nur in den Himmel, wenn da Hunde sind

Showbühne, Fernsehstudio, Trainingsplatz – eben ein selbstbestimmtes Leben auf der Überholspur. Martin Rütter arbeitet aber hart daran, dass er immer weiß, wo ihm der Kopf steht.
Showbühne, Fernsehstudio, Trainingsplatz – eben ein selbstbestimmtes Leben auf der Überholspur. Martin Rütter arbeitet aber hart daran, dass er immer weiß, wo ihm der Kopf steht.
Foto: Thomas Reunert
Was wir bereits wissen
Der Hunde-Trainer Martin Rütter hat inzwischen ein Hundeschul- und Show-Imperium aufgebaut. Eigentlich wollte er mal Sport-Reporter werden.

Iserlohn.. „In vielerlei Hinsicht ungewöhnlich“ trifft es vielleicht am ehesten, wenn man versucht, sich analysierend der Person Martin Rütter (44) zu nähern. Der Junge aus dem Ruhrpott, der aus seiner eher zufälligen Erkenntnis, dass er sich gut mit Hunden versteht und diese nach kürzester Zeit auch ihn, inzwischen ein ganzes Hundeschul- und Show-Imperium aufgebaut hat, ist irgendwie eine ganz eigene Menschen-Marke. Und es scheint sich die charakterliche Vielfalt aller denkbaren Hunderassen auch in diesem redegewandten Zweibeiner widerzuspiegeln.

Bevor es um den Herrn Rütter geht, erst mal eine Frage aus der Hundewelt: Wer hat wen zuerst verstanden? Der Hund den Menschen oder der Mensch den Hund?

Martin Rütter: Vom ersten Tag an der Hund den Menschen. Das Verhältnis fing ja damit an, dass Hundeähnliche oder Wolfsartige beim Menschen schmarotzt und gesagt haben: „Ich lungere da mal so in deren Region rum und schaue mal, ob ich irgendwelche Nahrung abstauben kann.“ Außerdem gibt es ja auch noch die Geschichte von der Menschenmutter, die angeblich Welpen aufgezogen hat und auch da haben wahrscheinlich schon die Welpen verstanden, was sie tun müssen, um mehr auf dem Schoß der Ur-Mutter zu sitzen als der Ur-Vater. Und so hat sich das ja auch durchgezogen. Hunde wissen einfach viel schneller als wir, mit wem sie es zu haben.

Ihr eigener Erstkontakt zu Hunden kam in Gestalt des Pudels der Tante Thea des Weges und in Ihr Leben?

Martin Rütter: Genau, der legendäre Arco. Tante Thea hatte eine faszinierende Gabe und tat Dinge, die in den 70er-Jahren noch gar nicht so üblich waren. Sie war so etwas wie eine freiwillige Pflegestelle für Tiere. Thea nahm alles auf. Die rannte sogar im Herbst durch den Garten und sammelte alles ein. Spinnen und was da noch so kreuchte, und brachte es über den Winter. Und in diesen klassischen Ruhrpott-Kolonien war zudem auch klar: Wenn irgendwie eine Oma stirbt, geht der Hund zu Tante Thea. Und so kam auch Arco. Nun hatte Thea auch eine andere faszinierende Gabe. Wenn ein Hund zu ihr kam, waren die ersten sechs Wochen prima. Doch nach der sechsten Wochen konnte niemand mehr das Haus betreten, weil Tante Thea es geschafft hatte, das Tier in den Irrsinn zu treiben.

Arco auch?

Martin Rütter: Arco auch. Es gab für mich als etwa Achtjährigen das Schlüsselerlebnis an einem Sonntag. Es war Brauch in der Siedlung, dass sich die Männer zum Skat reihum trafen. Und wenn sich die Runde bei Tante Thea bzw. meinem Onkel traf, war klar, dass alle Männer auf der Eckbank im Schneidersitz sitzen mussten. Wenn sie die Füße hätten runterbaumeln lassen, hätte er da reingebissen. Stellen Sie sich meinen Vater vor: 1,86 Meter groß, 125 Kilo, Beine hoch, die anderen Kollegen genauso, weil der neun Kilo-Pudel untendrunter liegt. Bis mein Vater an dem Morgen gesagt hat: „Sind wir eigentlich alle bescheuert? Dann soll der Hund doch abhauen. Ich hole den jetzt mal unter der Eckbank raus.“ Das war sein letzter Satz, bevor seine Nase geschreddert in Fransen hing. Tante Thea kommentierte das übrigens mit dem Satz: „Ich habe Euch gesagt, Ihr sollt den Hund in Ruhe lassen.“

In Martin Rütters Kindheit waren Haustiere Tabu

Wie hat das auf Sie gewirkt in dem Moment?

Martin Rütter: Das war im ersten Augenblick natürlich beängstigend, aber ich habe mir auch die Frage gestellt: Wie hat Tante Thea das geschafft?

Aber aus so einer Frage entsteht ja nicht sofort ein Berufswunsch „Hundetrainer“.

Martin Rütter: Natürlich nicht, zumal es so etwas in meiner Kindheit ja auch noch gar nicht wirklich gab. Da gab es vielleicht noch Polizeihundeausbilder, das war es aber auch schon. Bei mir erst einmal war klar, dass ich Kapitän der deutschen Fußball-Nationalmannschaft werden würde. Mit etwa zwölf Jahren habe ich aber festgestellt, dass man bei dem Sport auch rennen muss. Das war’s dann. Aber danach habe ich meine Familie gefoltert, in dem ich bei Länderspielen den Ton runtergedreht und das Spiel selbst kommentiert habe. Meine Eltern haben gelitten, denn das ist nicht schön, wenn ein 12-Jähriger das tut. Aber ich war inzwischen erneut überzeugt, dass für die Übernahme des „Aktuellen Sportstudios“ nur einer in Frage kam: Ich!

Was aber auch nicht einfach umzusetzen war.

Martin Rütter: Eben, also habe ich erst einmal Sport studiert, habe mich dabei auf Sport-Publizistik spezialisiert. Weil ich ja Sportreporter werden wollte. Ein Beruf, den ich übrigens auch heute noch unheimlich toll finde.

Doch trotzdem stand plötzlich der Blick in und hinter die Hundeseele wieder im Vordergrund?

Martin Rütter: Ja, allerdings gibt es eben auch Parallelen zum Sport. Ich habe ja später doch intensiv auch Fußball gespielt und festgestellt, dass ich selbst in den Momenten, in denen es hoch her ging, in denen Zuschauer sich bespuckt und Spieler sich geprügelt haben, immer noch ein Außenstehender war. Ich habe immer noch beobachtet, was um mich herum passiert und was mit mir in einer solchen Situation geschieht. Und irgendwie bin ich dabei auch immer auf den Hund gekommen. Warum hat Thea, die ihren Hund aus Menschsicht so abgöttisch liebte und auch alles richtig gemacht hat, so riesige Probleme und der Obdachlose mit seinem Begleiter nicht? Das fand ich in der Tat faszinierend. Hunde

Selbst durften Sie aber keinen Hund zu Hause haben.

Martin Rütter: Bei Gott, nein, Tiere, die man nicht essen oder grillen kann, haben für meine Eltern absolut keine Bedeutung. Einmal hatte ich ein Meerschwein, aber das war auch irgendwie nicht de Erfüllung. Also habe ich erst einmal alle Bücher gelesen, die es zu dem Thema gab. Was ja in Deutschland gar nicht so einfach war. Es gab Bücher zum Jagdhund oder zum Gebrauchshund, aber Bücher zur Verhaltenspsychologie gab es eigentlich kaum. Dann habe ich angefangen, mit Nachhunden Gassi zu gehen. Oder auch für den Nachbarn mit seinem Hund zum Hundeverein. Mit meinem angelesenen Wissen aus Büchern und einer Tendenz als 17-Jähriger zum Klugscheißen bin ich bei den Ausbildern voll aufgelaufen – und rausgeflogen. Heute hängt übrigens ein Bild von mir in dem Hundeverein und drunter steht: Hier hat alles angefangen!

"Ich habe jede Menge Nachbarhunde verschlissen"

Frustrierende Erfahrungen?

Martin Rütter: Unbedingt, weil da niemand war, der mir meine Fragen beantworten konnte. Du hast das eine Buch gelesen und alles klang logisch, du hast das zweite Buch gelesen und es klang auch logisch, war aber genau das Gegenteil. Und da habe ich angefangen rumzuprobieren, habe dabei jede Menge Nachbarhunde verschlissen. Aber die Leute, die mir ihre Hunde anvertraut hatten, haben gemerkt, dass sich der Hund irgendwie auch verändert hatte. Ich bin eben nicht nur mit ihnen gegangen, sondern habe auch trainiert. Und dabei irgendwann auch festgestellt, dass ich – sagen wir mal – das Talent habe, die Hunde zu lesen.

Sprechen wir über Emotionen. Auch ich war vor vielen Jahren völliger Hunde-Neuling. Und in den ersten Jahren hat mich immer sehr verunsichert, dass einem nur eine so begrenzte Zeit mit einem Tier geschenkt wird. Wenn man nicht gerade Spaß an Schildkröten oder Papageien hat, dann weiß man, dass ein Hund, den man sich zulegt, in einem Zeitfenster von vielleicht neun und vierzehn Jahren einen wieder verlassen wird. Sie sagen, Sie sind über alle Maßen Tier-affin. Ist das nicht überaus verstörend?

Martin Rütter: Darüber habe ich mir in den Anfängen überhaupt keine Gedanken gemacht. Heute weiß ich, dass das ein echter Konstruktionsfehler ist, dass der Hund so viel eher geht als man selbst. Als meine Mina gestorben ist, war das ein zehnmal so wuchtiger Einschlag als ich befürchtet hatte. Ich habe eigentlich immer Angst davor gehabt, habe schon mit zwei Jahren gedacht: Oh Gott, wenn die mal stirbt, das wird die Hölle. Mina war schon ein dreiviertel Jahr tot, da habe ich die Kinder angeschnauzt, wenn das Gartentor aufstand.

"Ich glaube, dass der Hund sehr schnell versteht"

Sie sagen, Sie selbst hätten eine große Affinität zu Hunden. Sehen Sie das auch gespiegelt? Haben Hunde auch eine Affinität zu Ihnen?

Martin Rütter: Das kommt immer drauf an, wie mich verhalte und wie ich die Situation steuere. Wenn ich zum Beispiel im Urlaub am Strand auf vier freie Hunde treffe, dann dauert das genau eine Minute und wir haben den Draht, weil ich mich auf die Tiere einstimme, weiß, wie sie drauf sind und was sie wollen. Beim Kundenhund vermeide ich das ganz bewusst. Viele Menschen sind von daher auch zunächst einmal enttäuscht, wenn ich komme und ihren Hund erst einmal ignoriere. Ich habe früher auch immer den Fehler gemacht und habe den Leuten die Leine aus der Hand genommen und gesagt: „So macht man das!“ Und der Hund hat ein Stunde nur gestaunt und beobachtet, was ich mache. Dann haben die Leute gesagt: „Toll, wenn der Rütter dabei ist, macht Fiffi alles, wenn er weg ist, ist es wieder vorbei.“ Ich glaube, dass der Hund sehr schnell versteht: Der Typ spricht meine Sprache. Und Sprache und Kommunikation ist nun mal das Wichtigste für eine Beziehung.Hundeshow

Gutes Stichwort: Gehören Sie auch zu denjenigen, die sagen, man muss mit dem Hund einfach ganz normal sprechen?

Martin Rütter: Kommt drauf an. Wenn der Hund merkt, dass ich dabei authentisch bin, kann ich mit ihm reden, wie ich will. Aber er merkt sehr schnell, wenn ich eine Rolle spiele. Das fliegt einem dann schnell um die Ohren.

Wann haben Sie das erste Mal gemerkt, dass sich Hundetraining auch mit Humor verkaufen lässt?

Martin Rütter: Von Anfang an. Wahrscheinlich ist das genetisch bedingt. Mein Vater konnte ganze Kneipen mit Schwachsinns-Geschichten unterhalten, bei uns zur Hause war immer Stimmung. Und ich war wirklich ein sehr sehr schlechter Schüler, ein paar Mal von der Schule geflogen, dreimal sitzengeblieben. Ich habe immer unter den Lehrern gelitten, die einen Schüler nicht für eine Sache begeistern konnten. Ich habe heute noch Spaß daran, wenn Wissen unterhaltsam vermittelt wird. Ich habe in meiner ganzen Schulzeit darum gekämpft, in Mathe wenigstens eine Fünf minus zu schaffen. Und dann bekomme ich in der 12. Klasse einen Lehrer, der Experimente macht und Witze erzählt und schreibe plötzlich ohne zu bescheißen in der Abiturprüfung eine Zwei. Weil es mir einfach total Spaß gemacht hat.

Mal Hand auf‘s Herz: Wenn Sie heute in einer riesigen Tournee-Halle stehen und vor über 10.000 Menschen Scherze und Witzchen rund um Hund und Halter machen, juckt es Sie nicht mal zu sagen: Hey Leute, bei allem Spaß, ich könnte Euch das Ganze aber auch rein wissenschaftlich, ernst und seriös erklären?

Martin Rütter: Gutes Thema: Das tue ich ja an anderer Stelle auch. Und außerdem: Das mit dem Humor funktioniert ja auch nur, wenn Du weißt, wovon Du redest. Ich komme ja nicht raus und erzähle irgendwelche Hundewitze. Ich erzähle immer von den Spiegelbildern der Leute, die da in der Halle sitzen. Und für jedes noch so drollige Verhalten gibt es immer eine Erklärung, die ich hintendran nachliefere. Man bekommt das manchmal nicht mehr so mit. Ich habe inzwischen zehn oder elf Fachbücher mit ernsthaftem Anspruch und einer Auflage von etwas 1,5 Millionen Exemplaren verkauft.

Sind Sie eitel?

Martin Rütter: Worauf bezogen?

Auf Sie selbst.

"Es gibt durchaus eitle Hunde"

Martin Rütter: Erst einmal bin ich überzeugt: Jeder, aber auch ausnahmslos jeder, der sich auf eine Bühne stellt, hat eine Eitelkeit. Und jeder, der sich auf eine Bühne stellt, hat eine Störung, der verarbeitet da irgendwas. Das kann ich beweisen. Wenn es aber darum geht, ob ich mir Gedanken darüber mache, ob meine Haare strubbelig sind – so eine Eitelkeit habe ich nicht.

Sind Hunde auch eitel? Wissen sie um ihre Wirkung?

Martin Rütter: Es gibt durchaus eitle Hunde. Und wenn meine Hündin mich anschaut mit dem Du-willst-es-doch-auch-Blick, dann weiß sie auch genau, dass sie gleich gekrault wird.

Hunden sagt man ja nach, dass sie nicht sonderlich in die Zukunft denken würden. Und Sie? Planen Sie in die Zukunft?

Martin Rütter: Ja sehr. Bis zu meinem 25. Geburtstag hatte ich das nicht, da habe ich in allen Lebenslagen im Jetzt und Hier gelebt. Und wie! Mädchen, Geld, ich bin jeder Idee hinterhergeschwommen, habe alles ausprobiert. Heute bin ich jemand, der sehr, sehr präzise plant. Ich habe da inzwischen ein ganz spezielles Ritual. Zwischen Weihnachten und Neujahr nehme ich mir zwei Tage nur für mich. Ich habe mir einen Plan gemacht. Zum Beispiel mit der Frage: Wie will ich mit 80 leben? Wie werde ich mit 80 aussehen? Und das visualisiere ich auch für mich. Dann geht’s runter. 70, 60, 50. Dann wird’s spannend, weil das ja nicht mehr weit ist. Also habe ich mir genaue Ziele gesetzt. Und am ersten Tag überprüfe ich, welche von meinen Zielen – materiell wie ideell – ich erreicht habe. Und am zweiten Tag setze ich mir die nächsten Ziele.

Täuscht mein Eindruck? Bei aller Kommunikationsfähigkeit und bei aller Offenheit sind Sie ein ziemlicher Einzelgänger.

Martin Rütter: Das ist jetzt etwas entlarvend, aber es stimmt. Ich bin unheimlich gern in Gesellschaft und ich bin kein Eigenbrötler, aber ich habe mich auch immer außerhalb gefühlt, auch wenn ich Teil der Mannschaft war auch noch immer von außen draufgeguckt.

Und wie sieht es mit Selbstzweifeln aus?

Martin Rütter: Sind absolut vorhanden. Ich glaube, dass ganz viel von dem, was ich in meiner beruflichen Laufbahn gemacht habe, auch deshalb so extrem war, weil ich so viel an mir gezweifelt habe. Aber diese Zweifel lassen einen auch immer wieder noch weitermachen, helfen, den eigenen Anspruch weiter zu erhöhen. Aus den Zweifeln entsteht auch zwangsläufig ein Hang zum Perfektionismus.

„Bei Frank Sinatra waren 1800 weniger als bei Ihnen drin“

Dem Hund sagt man ja nach, dass er ständig um Anerkennung buhlt. Sie auch?

Martin Rütter: Noch einmal, wer auf die Bühne geht, will geliebt werden. Und wenn die dann sagen: „Ich lese ja die Kritiken oder das Feuilleton nicht“, dann ist das schlichtweg gelogen. Die wollen alle geliebt werden. In meinem Fall vor allem auch noch vor dem Hintergrund, dass ich eben zunächst einmal nichts konnte. In der Schule war ich schlecht, aber ich war meistens Klassensprecher. Und Klassenclown. Meine Unzulänglichkeiten konnte ich immer mit Humor kompensieren.

Bei Großveranstaltungen zeigen Sie sich inzwischen in Begleitung eines – sagen wir mal – sympathischen aber auch ordentlich bemuskelten Personenschützers. Wenn morgens der Wecker klingelt und Martin Rütter, der Junge, der mal nichts konnte und durch die Lebensplanung vagabundierte, wird wach, haben Sie dann wirklich immer noch das Gefühl, im richtigen Film zu sein?

Martin Rütter: Manchmal nach einer Show in einer riesigen Halle, wenn die Besucher alle gegangen sind und die Gabelstapler anfangen, unsere Bühne abzubauen, sitze ich mit bestem Freund Alex und zwei Pils ganz allein auf der Tribüne – und wir lachen uns kaputt. Vor ein paar Wochen waren wir in der Westfalenhalle. Da habe ich früher riesige Rockkonzerte gesehen und gehört. Mit Ober-Topstars. Und plötzlich hängt da mein Plakat und ich bekomme so einen „Ausverkauft“-Pokal. Ich stehe staunend in den Katakomben vor einem Plakat von Frank Sinatra und der Mann von der Halle sagt: „Bei dem waren 1800 weniger als bei Ihnen drin.“ Sie haben Recht: Eigentlich ist das alles völlig irreal. Aber ich weiß auch, einmal wird der Spuk auch wieder vorbei sein und deshalb dreh ich auch nicht am Rad.

Sie haben mal gesagt, dass Sie sich sicher sind, dass es nach unserem irdischen Leben auch noch irgendwie weitergeht. Hat Gott einen Hund?

Martin Rütter: Absolut. Das ist für mich keine Frage: Wenn es im Himmel keine Hunde gibt, dann will ich da nicht hin!