OSV
„Haus Matthäus” öffnet am Montag in Rüblinghausen
15.12.2009 | 13:20 Uhr 2009-12-15T13:20:35+0100
Hospitalgesellschaft: 3. Senioreneinrichtung in 2 Jahren
Seit April 2008 nimmt die Katholische Hospitalgesellschaft Südwestfalen mit Sitz in Olpe die nunmehr dritte Senioreneinrichtung in Betrieb.
Nach den Martinus-Höfen in Olpes Innenstadt und dem Josefinum in der Nähe zum St. Josefs-Hospital in Lennestadt-Altenhundem ist das „Haus Matthäus” im Herzen von Rüblinghausen eine weitere moderne Senioreneinrichtung im Kreis Olpe.
„Die demographische Entwicklung zeigt, dass zukünftig im Kreis Olpe ein erhöhter Bedarf an Betreuung von Senioren und pflegebedürftigen Menschen besteht. Mit dem Haus Matthäus bieten wir im schönen Biggetal eine tolle Möglichkeit ein modernes Leben im Alter zu führen”, freut sich Wolfgang Nolte, Geschäftsführer der Katholischen Hospitalgesellschaft Südwestfalen gGmbH Olpe, über die Inbetriebnahme der neuen Senioreneinrichtung.
Der Name „Haus Matthäus” ist nicht willkürlich gewählt. „Wir möchten mit der Namensgebung zeigen, dass die Senioreneinrichtung einen festen Bestandteil der Dorfgemeinschaft bildet”, sagt Nolte. Zur Entwicklung des Namens nahm er an der Dorfversammlung teil: „Die intakte Dorfgemeinschaft und das rege Vereinsleben machten deutlich, dass es keinen besseren Namen für die Einrichtung geben konnte”.
Der Startschuss für das Unternehmen „Senioreneinrichtung Haus Matthäus in Rüblinghausen” fiel durch die Residenzgruppe Bremen im Jahr 2008. Die Katholische Hospitalgesellschaft übernimmt nun in 2009 die Trägerschaft für die Einrichtung.
Großes Interesse am Tag der Offenen Tür
„Nach Abschluss der Bauarbeiten ziehen die Bewohnerinnen unserer Senioreneinrichtung Haus Veith in Sondern als erste in die Einrichtung ein. Unsere erfahrenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werden sie begleiten”, sagt Ulrike Klein, Leiterin der Senioreneinrichtungen in der Hospitalgesellschaft.
„Wir haben einen hohen Zuspruch am Tag der offenen Tür durch die Besucher erhalten und freuen uns schon über einige Anfragen aus der Bevölkerung”, fügt sie an.
Gemeinsam mit Pflegedienstleiterin Susanne Loewen ist Ulrike Klein gern bereit, nach vorheriger Absprache Interessierte individuell zu beraten und durch die Einrichtung zu führen. „Nicht jeder hatte am Tag der offenen Tür Zeit oder wollte sich im Alter diesen Trubel zumuten. Wir möchten jedoch jedem Interessierten die Gelegenheit geben, sich die moderne Einrichtung in Ruhe anzuschauen", sagt sie.
Neben Einzel- und Doppelzimmern auch zwei Hausgemeinschaften integriert
Das „Haus Matthäus” verfügt über 34 Einzelzimmer mit etwa 18 Quadratmetern und 8 Doppelzimmern mit etwa 26 Quadratmetern Wohnfläche. Die Einrichtung der Zimmer ist auf die Bedürfnisse der Bewohner abgestimmt. Eigenes Mobiliar kann gern mitgebracht werden. Jedes Zimmer beinhaltet ein eigenes Bad mit Toilette, ebenerdiger Dusche und Waschbecken.
Zusätzlich wurden zwei Hausgemeinschaften mit 9 und 6 Plätzen integriert. Hausgemeinschaften sind eine Form des familienähnlichen Zusammenlebens.
Die Bewohner haben einen strukturierten Tagesablauf, der sich an ihren Interessen orientiert und damit ein hohes Maß an Selbstbestimmung gewährleistet. Im Mittelpunkt steht dabei die Wohnküche, in der mit den hauswirtschaftlichen Mitarbeitern morgens und abends ein reichhaltiger Tisch gedeckt wird.
Der Mittagstisch für das „Haus Matthäus” wird im Schöpfsystem angeliefert. Jeder Bewohner kann sich nach seinem Geschmack ein Mittagessen zusammenstellen. Abgerundet wird das Speisenangebot durch
Zwischenmahlzeiten, die jederzeit in der Wohnküche zugänglich sind. „Wichtig ist, dass der Tagesablauf so individuell wie möglich gestaltet wird, denn Vertrautheit gibt Sicherheit. Wir wollen, dass sich hier jeder wohlfühlen kann”, erläutert Ulrike Klein das nach neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen ausgerichtete Konzept der Einrichtung. Das Wohlfühlen wird durch die helle und warme Gestaltung der Flure und Räume unterstrichen. „Es wird sicher eine tolle Atmosphäre, mit den Bewohnern in der kalten Jahreszeit im Aufenthaltsraum am Kamin zu klönen, oder wenn die ersten Sonnenstrahlen rauskommen, auf der Terrasse vor der Cafeteria die Wärme zu genießen”, schwärmt Susanne Loewen.
Neben Cafe´teria und Aufenthaltsraum mit Kamin befindet sich ein Friseursalon, in den die Bewohner ihren „Hausfriseur” bestellen können. Nach dem Grundsatz „So viel Eigenständigkeit wie möglich, so viel Hilfe wie nötig”, sorgen sich ab Montag 35 Mitarbeiter um das Wohl der Bewohner. Bastelarbeiten, kreatives Malen und Gestalten, Gedächtnistraining, Ausflüge und Gymnastik stehen auf dem Plan, die Freizeit zu gestalten. „Das Wohl jedes Einzelnen genießt bei uns einen hohen Stellenwert", betont Ulrike Klein.
„Wenn wir am 18. Januar das Haus Elisabeth in Wenden-Rothemühle in Betrieb nehmen, war dies die dritte Inbetriebnahme einer Einrichtung in kürzester Zeit”, sagt Wolfgang Nolte: „Mit gut 200 Senioren- und Pflegeplätzen bieten wir dann vielen Senioren und Pflegebedürftigen im Kreis Olpe die Möglichkeit ein modernes Leben im Alter zu führen".