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Schmallenberg-Virus

Schmallenberg-Virus wird bundesweit meldepflichtig

31.01.2012 | 21:24 Uhr
Schmallenberg-Virus wird bundesweit meldepflichtig
Schafe und Rinder sind von dem Schmallenberg-Virus betroffen.

Berlin.  Das Schmallenberg-Virus wird bundesweit zur Gefahr für Rinder und Schafe. Deshalb hat Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner nun eine Meldepflicht für die Krankheit eingeführt. So sollen die Veterinärbehörden einen Überblick behalten, in welchen Regionen das Virus grassiert. Auch eine EU-weite Meldepflicht ist im Gespräch.

Deutschland droht möglicherweise eine neue Tierseuche. Das Bundeslandwirtschaftsministerium kündigte am Mittwoch in Berlin eine Meldepflicht für das sogenannte Schmallenberg-Virus an. Der Erreger war in den vergangenen Monaten bei Schafen und Rindern in Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Hessen und Schleswig-Holstein aufgetreten. Die Meldepflicht für Labore solle den Veterinärbehörden einen Überblick über das Krankheitsgeschehen verschaffen, um Bekämpfungsmaßnahmen ergreifen zu können. Der Bundesrat muss der Maßnahme zustimmen.

Für den Menschen geht vom Schmallenberg-Virus nach Angaben des Ministeriums nach bisherigen Erkenntnissen kein Gesundheitsrisiko aus. Das Virus kann Rinder, Schafe und Ziegen befallen, übertragen wird es durch Insektenstiche. Bei trächtigen Tieren drohen Frühgeburten und erhebliche Schäden bei Neugeborenen. So wurden in Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Hessen und Schleswig-Holstein Lämmer mit schweren Missbildungen geboren.

Der Erreger wurde erstmals in Deutschland bei Tieren aus Schmallenberg im Sauerland nachgewiesen und erhielt so seinen Namen. Neben Deutschland sind bisher auch aus Belgien, den Niederlanden und Großbritannien Infektionen mit dem Schmallenberg-Virus bekanntgeworden. Agrarministerin Ilse Aigner setzt sich daher auch für eine Meldepflicht auf EU-Ebene ein. (rtr)

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