Grüne wollen Ponyreiten auf Jahrmärkten verbieten
20.01.2012 | 08:20 Uhr 2012-01-20T08:20:17+0100
Essen. "Guck mal, ein Pony!" - Kinderaugen leuchten, wenn sie auf Jahrmärkten die Manegen entdecken, in denen die Pferde ihre Runden drehen. Tierschützer halten Ponykarussells allerdings für Tierquälerei. Sie sind nicht allein. Die Bremer Grünen wollen die Attraktionen bundesweit verbieten lassen.
Ponys auf Jahrmärkten sind die "Opfer skrupelloser Geschäftemacher, ignoranter Veranstalter sowie uninformierter Eltern." So sieht es die Tierschutzorganisation Peta. Schon länger fordert der Verein, die Marktplatz-Attraktionen mit lebendigen Tieren zu verbieten. Nun bekommen die Aktivisten Unterstützung aus der Politik. Die Grünen in Bremen wollen im Bundesrat eine Initiative starten, mit der Pony-Karussells auf Jahrmärkten bundesweit verboten werden.
„Ponykarussells sind aus unserer Sicht mit dem Tierschutz nicht vereinbar", sagt die Bremer Grünen-Abgeordnete Linda Neddermann, die sich als tierschutzpolitische Sprecherin des Themas angenommen hat. Die Wirbelsäulen und Beine der Tiere seien nicht auf stundenlanges Laufen im Kreis ausgelegt. Schmerzhafte Gelenk- und Wirbelschäden seien die Folge. Auch laute Musik, Besucherlärm und Lichteffekte der umliegenden Fahrgeschäfte könnten Stress und Panik bei den empfindlichen Fluchttieren auslösen. "Pferde sind nicht dazu gemacht, fünf bis acht Stunden lang im Kreis zu laufen."
Schausteller warnen vor Verbot
Beim Bundesverband Deutscher Schausteller und Marktkaufleute sieht man das anders. Der Vorwurf der Tierquälerei sei "Blödsinn", sagt Verbandspräsident Hans-Peter Arens. Die Halter der Tiere seien schon jetzt an strenge Auflagen gebunden, die Tiere würden regelmäßig von Amtstierärzten untersucht. Zudem fürchtet er um die Betreiber. Seinen Angaben nach gibt es noch 20 bis 30 Betriebe, die Ponykarussells anbieten - ihre Existenz wäre mit einem Verbot gefährdet. Für Arens sind die Reitbahnen eine klassische Jahrmarktsattraktion: "Für die Kinder ist es jedes Mal ein großer Spaß."
Doch genau diesen Spaß finden Tierschützer nicht lustig. "Wir wollen Kindern vermitteln, dass Tiere Lebewesen und keine Maschinen sind", sagt Peta-Mitarbeiterin Carola Schmitt. Sie sehe keinerlei pädagogische Wirkung im Ponyreiten: "Den Kindern wird durch das stupide im Kreis Laufen der Ponys ein Bild vom Pferd vermittelt wird, das aus der Sicht des ethischen Tierschutzes heute nicht mehr zeitgemäß ist."
Wer die Auflagen erfüllt, bekommt eine Genehmigung
Ein bundesweites Verbot ist das große Ziel der Tierschützer, doch ließen sich ihre Ziele wohl schon auf kleinere Ebene erreichen. "Die Stadt als Betreiber kann selbst entscheiden, wem sie Stellflächen auf Jahrmärkten vermietet", sagt Schmitt. Bislang sind Peta aber deutschlandweit keine Fälle bekannt, in denen Städte Ausstellern bewusst Stellflächen auf Jahrmärkten verweigert hätten.
Den Betreibern einfach die Erlaubnis zu entziehen, ist indes keine Alternative. "Werden die Voraussetzungen erfüllt, besteht ein Rechtsanspruch des Antragstellers auf die Erteilung der Erlaubnis", beschreibt es die Tierschutzorganisation "Tierärztliche Vereinigung für Tierschutz" in ihrem Merkblatt zur Beurteilung von Ponyreitbahnen. Mit anderen Worten: Wer sich als Tierhalter an die Richtlinien hält, dem muss der Amtstierarzt eine Genehmigung erteilen.
NRW-Grüne sehen kein Bedarf für ein Verbot
Die NRW-Städte Minden und Gütersloh versuchten zumindest, die Auflagen zu verschärfen, an die sich die Betreiber halten müssen. Statt die Ponys stundenlang in der gleichen Richtung im Kreis laufen zu lassen, sollten die Halter verpflichtet werden, alle 30 Minuten die Laufrichtung der Pferde zu ändern. Doch das Verwaltungsgericht Minden gab im Dezember 2010 der Klage von Tierhaltern statt: Solange die Gesundheit der Pferde nicht beeinträchtigt sei, gebe es keinen Anlass dafür, die bestehenden Auflagen zu verschärfen. Damit setzte sich das Gericht sogar über die "Zirkusleitlinien" des Bundeslandwirtschaftsministeriums aus dem Jahr 2000 hinweg. Deshalb setzt sich die "Tierärztliche Vereinigung für Tierschutz" dafür ein, den regelmäßigen Richtungswechsel ins Tierschutzgesetz aufzunehmen.
Bis die Bremer Grünen aus ihrem Vorhaben ein Gesetz machen können, liegt noch ein weiter Weg mit viel Überzeugungsarbeit vor ihnen. Die NRW-Grünen beispielsweise sehen derzeit keinen Bedarf für ein Verbot. "Uns liegen derzeit keine tierschutzrechtlich bedenklichen Fälle vor", sagte Parteisprecherin Andrea Rupprath gegenüber DerWesten.
17:30
Die GRÜNEN werden mir immer unsympathischer, nicht weil sie ökologisch denken, sondern weil sie sich nun der Tierrechtsbewegung anbiedern, wohl im Sinne von Stimmenfang bei kommenden Wahlen. Vierbieten was Kindern Freude macht, anstatt Verbesserungen für die Ponys anstreben. Denn es geht auch einfacher. Durch den Wechsel der Laufrichtung und durch stündlichen Austausch der Ponys, was ein ordentlicher Ponyreitbahnbetrieb problemlos machen kann. Wenn dies gewährleistet ist, macht das den Ponys nichts aus und ist für die Tiere keine grössere Belastung, als dies in jedem Reitverein auch der Fall ist. Dann tut diese Bewegung den Tieren gut und ist besser als nur stundenlang im Stall zu stehen.
Verbesserungen anstreben ist gut, aber mit Verboten machen sich die GRÜNEN keine Freunde, gewinnen vielleicht ein paar Tierrechtler dazu, verlieren aber dafür viele Familien als Wähler.
02:30
Seitens der Landes-und bundesregierung wird ausreichend Schwachsinn verzettelt und man sollte aufgrund der horrend hohen Gehälter in der Lage sein, dieser massiven Tierquälerei endlich ein Ende zu bereiten, d.h. ab sofort !!! keine Karussells auf Jahrmärkten etc.
Auch hierfür ist der Zoo ein warnendes Beispiel, wie große Tiere, z.B. Elefanten, Affen, Tiger usw. in Europa gehalten, ja malträtiert werden. Tiere, die in den Herkunftsländern Auslauf haben, um artgerecht leben zu können.
Wieder einmal werfe ich der Politik Versagen vor !!!
08:50
Wer setzt denn sein Kind auf ein Pony-Karussell? Familie Asozial?
Schön, dass die Grünen sich hier Mühe geben und engagieren. Ein kleiner Grund mehr Sie zu wählen. Schade mit welcher Reflexhaftigkeit einige Mitmenschen direkt wieder um die Ecke kommen, es lässt ziemlich tief blicken wenn man zu einem solchen Thema wo es kaum 2 Meinungen geben kann mit der Hasskappe über linksgrüne Politik herzieht.
!
20:59
Es ist gut, wenn sich die Grünen mit Ponyreiten beschäftigen. Für den Rest der Probleme unseres Landes sind sie unfähig oder höchstens Bevormunder und Verteurer. So langsam sehen es die Wähler ein. Die Themen arbeitet Merkel ab. Gut so.
18:48
Es wird der Tag kommen ,da wird das erschlagen einer Stubenfliege mit Geldstrafe oder Gefängniss geandet.
22:44
Ja, das ist keine Artgerechte Haltung.
Wer würde denn einen Gebrauchtwagen kaufen wollen, der die letzten 3 Jahre nur links herum im Kreis gefahren ist?
Okay, der Vergleich ist schlecht, sollte aber mal zum Nachdenken anregen.
Mir wird vom zusehen schon schwindelig! Und meinen Kindern habe ich das aufsitzen auch nicht zugemutet.
11:10
Wenn man Frosch 1 in ein Glas mit kochendem Wasser setzt, springt er sofort heraus.
Setzt man Frosch 2 in ein Glas mit kaltem Wasser und bringt es langsam zum kochen, bleibt der Frosch drin sitzen und wird lebendig gekocht.
Man könnte sagen, Frosch 2 ist dämlich. Nur ist es so, dass sich der mensch genauso verhält wie Frosch 2. Der Mensch vernichtet alles, quält und tötet Tiere und Mitmenschen, ist aus Profigier rücksichtlos und grausam - und merkt überhaupt nicht was er damit anrichtet, es wird weiter alles "schön" geredet. Es wird munter weiter der fette Wohlstandarsch gepflegt, ohne Rücksicht auf Verluste.
Wenn der Mensch Gottes "Krönung der Schöpfung" sein soll, muss man sich fragen warum aht er für den Schrott noch keine Rückrufaktion gestartet?
Weil er dann so was wie sie am Hals hat
01:06
Die Vermenschlichung von Tieren geht weiter. Manche haben wahrscheinlich die Esel persönlich befragt.
Die "Tierschützer" müssen jetzt nur noch sagen, was mit den Eseln passieren soll.
In Zoos stecken? Nein, das geht wohl auch nicht. Dagegen sind die Tierschützer ebenso.
In die Wildnis entlassen? Welche Wildniss?
Ehrlich?
Im Zoo würde es den Pferden besser gehen.
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22:45
Die Größe und den moralischen Fortschritt einer Nation kann man daran messen,wie sie ihre Tiere behandeln.
(Mahadma Gandhi)
Deswegen verhungern Inder lieber als eine Kuh zu essen. Wie dämlich!!!!
@shanachie. Fresst mal alle Tiere weg. Und dann? Fressen sich die Menschen gegenseitig, oder was stellen Sie sich vor?
Sehr kurzsichtig mit überschaubaren Horizont. Gefühllos und unsozial obendrein!
Übrigens haben die Inder schon vor etlichen jahrhunderten die Kühe geachtet, während wir Europäer noch im Schlamm gekrochen sind und die Inder leben immer noch und deren Bevölkerung wächst und wächst. Trotzdem werden heute noch die Kühe geachtet. Schonmal über den Tellerrand geschaut und nachgedacht, was dämlich ist, Rücksichslosigkeit oder Achtung vor dem Leben? Oder verlange ich jetzt zu viel?
19:36
#41:
Für Ihren Blödsinn könnte man Verständnis haben, wenn die Grünen alle meschlichen Probleme in diesem Land gelöst hätten. Leider haben sie da keine Ahnung von, außer der Abzocke der Bürger. Nicht umsonst gelten die Grünen als Verhinderungs- und Verteuerungspartei. Nein, danke. Grüne Politik bringt gar nichts, sollen sie sich weiter mit den Tieren beschäftigen. Politik machen dann die Anderen.
So, Sie halten es also für Blödsinn zu fordern, den Tieren Leid zu ersparen? Von welcher Partei solch eine Forderung kommt, ist letztendlich egal.
Das Tiere und das Leid der Tiere Ihnen egal sind, zeigt auf welcher sozialen Stufe Sie einzuordnen sind. Da Sie nicht alleine mit Ihrer Meinung sind, zeigt wie hochentwickelt unsere "Zivilisation" ist.
Sie könnten ja mal versuchen, Ihre Kinder zur Volksbelustigung tagein tagaus im Kreis laufen zu lassen. Mal sehen, ob Sie das dann auch noch lustig finden.
Ich hatte noch ganz vergessen zu fragen: welche Partei löst denn Ihrer Meinung nach alle menschlichen Probleme in diesem Land, wie Sie sagen??????
Wenn Sie behaupten, es gäbe Eine dann ist das sowas von lächerlich. Oder Sie leiden an Wahrnehmungsstörungen.
Mein Beileid!