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Schmallenberg-Virus

EU-Behörde untersucht Schmallenberg-Virus

31.01.2012 | 21:43 Uhr
EU-Behörde untersucht Schmallenberg-Virus
Das Schmallenberg-Virus wird nun von einer EU-Behörde untersucht.Foto: dapd

Brüssel.  Das Schmallenberg-Virus, das Rinder und Schafe befällt, ist nun auch Thema in Brüssel. Die EU-Behörde für Lebensmittelsicherheit will das Virus untersuchen, das teilte die Behörde am Mittwoch mit. Die Krankheit war erstmals im sauerländischen Schmallenberg aufgetaucht, daher hat es seinen Namen.

Eine kürzlich bei Schafen und Rindern entdeckte neue Viruserkrankung soll jetzt von der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) untersucht werden. Dabei gehe es um die Analyse potenzieller Risiken für den Menschen, teilte die EFSA am Dienstag in Brüssel mit. Das Virus wurde erstmals im November in Deutschland bei Tieren aus Schmallenberg im Sauerland nachgewiesen und erhielt so seinen Namen.

Nach Angaben des Bundeslandwirtschaftsministeriums geht für den Menschen vom Schmallenberg-Virus nach bisherigen Erkenntnissen kein Gesundheitsrisiko aus.

Schmallenberg-Virus wird durch Insektenstiche übertragen

Das Virus kann Rinder, Schafe und Ziegen befallen; übertragen wird es durch Insektenstiche. Bei trächtigen Tieren drohen Frühgeburten und erhebliche Schäden bei Neugeborenen. So wurden in Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Hessen und Schleswig-Holstein Lämmer mit schweren Missbildungen geboren.

Nach Angaben der EFSA trat das Virus auch schon in Frankreich, Belgien, den Niederlanden und Großbritannien auf. Die EFSA will nun Szenarien ausarbeiten, welche Folgen das Virus für die europäischen Tierbestände hat und ob es Risiken für die Gesundheit der Bürger gibt. (rtr)

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