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Wie Sie mit wenig Geld das Bad verschönern

27.09.2015 | 09:21 Uhr
Wie Sie mit wenig Geld das Bad verschönern
Ein bisschen schrauben hier, etwas tauschen dort - und schon bekommt das alte Badezimmer neuen Glanz.Foto: F1online

Essen.   Deko, lackierte Fliesen, neue Armaturen: Man muss kein Handwerksprofi sein, um das in die Jahre gekommene Badezimmer wieder flott zu machen.

Der Wind pfeift fies um die Ecken, es wird früher dunkel, die Sonne lässt sich nur noch selten blicken – so langsam sollten wir es uns eingestehen: Es ist Herbst. Glücklich, wer sich jetzt ein heißes Bad einlassen und die usselige Welt für kurze Zeit vergessen kann. Doch nicht in jedem Badezimmer kommt Wohlfühlstimmung auf. Veraltete Keramik, Schimmel in den Fugen und Fliesen, bei denen man sich fragt, wie so etwas jemals Mode sein konnte. Da hilft nur noch eins: renovieren. Wir zeigen, wie man das olle Bad auch ohne viel Geld wieder schick macht.

Armaturen austauschen

Ein einfaches Mittel, um dem Bad zu neuem Glanz zu verhelfen, ist der Austausch von Armaturen. Wasserhähne, Duschknöpfe, Brausen, sie alle lassen sich auch ohne handwerkliche Vorkenntnisse wechseln, wenn sie unansehnlich oder defekt sind. Die Vorgehensweise ist dabei immer recht ähnlich, wie Isabella Haag vom Fachportal bauen.de erläutert: „Zuerst drehen Sie das Zuwasser ab und montieren die alte Armatur behutsam ab. Bei der Montage der neuen Armatur gehen Sie am besten nach Herstelleranleitung vor. Nachdem die Schläuche an Kalt- und Warmwasser angeschlossen sind, können Sie vorsichtig testen und schon sind Sie fertig.“

Fliesen lackieren

Wer seine alten Fliesen nicht mehr sehen kann, hat gleich mehrere Optionen, um sie loszuwerden. Neben dem Komplettaustausch, der beim Fachmann im Schnitt zwischen 40 und 60 Euro pro Quadratmeter kostet, hilft oft schon ein frischer Anstrich. Im Baumarkt gibt es dafür spezielle Sets. Für Mieter gilt allerdings: „Den Vermieter sollte man vorher besser um Erlaubnis fragen, da der Lack sich nicht mehr so einfach entfernen lässt“, rät Michael Pommer, Trainer bei der DIY-Academy in Köln.

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Bevor es mit dem Lackieren losgeht, müssen die Fliesen gründlich gereinigt und kleine Unebenheiten mit Schleifpapier angeraut werden. Dann zunächst die Grundierung, später den Lack zweimal mit einer Schaumstoffrolle auftragen, damit er gut deckt. „Zuletzt wird die Arbeitsoberfläche samt Fugen mit einem Versiegelungslack versehen. Damit sehen die Fliesen lange schön aus und lassen sich leicht reinigen“, sagt Pommer.

Weitere Fliesen-Ideen

Eine andere Lösung gegen hässliche Fliesen ist Klebefolie. Wer sich dafür entscheide, brauche jedoch etwas Geduld, sagt Haag: „Hier werden Folienstücke im Format der Fliese einzeln aufgeklebt.“ Wenn das Bad keine Fußbodenheizung hat, könnten Bodenfliesen auch mit einem Vinylboden überklebt werden. „Dabei entsteht jedoch meistens eine kleine Trittkante an der Tür“, so Haag. Auch für Wandfliesen eignet sich die Klebetaktik. Dabei bringt man neue Fliesen einfach auf den alten an. „Das ist mit einem modernen Kleber und der richtigen Vorbereitung des Untergrundes problemlos möglich.“

Besonders wichtig ist der Klopftest, etwa mit einem Gummihammer, weiß man bei bauen.de. So könnten Hohlräume oder lose Fliesen leicht erkannt und ausgebessert werden.

Keramik ausbessern

Kleine Schadstellen in der Sanitärkeramik sind unschön, aber kein Drama. „Dafür gibt es für die gängigen Materialien spezielle Reparatursets. Für gewöhnlich wird auf die gesäuberte Stelle etwas Spachtelmasse aufgetragen.

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Ist die Masse gehärtet, wird sie noch glatt geschliffen und versiegelt“, erklärt Haag. Ist hingegen ein Riss in der Keramik, müsste man sie früher oder später austauschen.

Deko einsetzen

Nicht immer muss gleich das Handwerkszeug ausgepackt werden. Auch Bilder an der Wand, Pflanzen oder eine neue Deckenlampe können zu einer schöneren Bad-Optik beitragen. „Allerdings sollten Sie darauf achten, dass die Deko Feuchtigkeit verträgt“, sagt die bauen.de-Expertin: „Fotografien oder Poster also besser hinter Glas und bei Leuchten auch auf die entsprechende Schutzart achten. Vor allem kleine Bäder wirken schon ganz anders, wenn nichts herumliegt und alles geordnet ist.“

Clever planen

Ist eine Teilmodernisierung unumgänglich, also etwa der Austausch von Waschbecken, Badewanne oder Duschtasse, sollte man besser einen Fachmann kommen lassen. Sparen kann man aber trotzdem – durch clevere Entscheidungen im Vorfeld. „Stahlemaille oder Sanitäracryl sind deutlich günstiger als Mineralwerkstoffe oder gar Naturstein“, sagt Isabella Haag. Außerdem sollte man vorhandene Anschlüsse nutzen, anstatt neue Leitungen verlegen zu lassen.

Christine Holthoff

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2015-09-27 09:21
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