Sonnenenergie – Die Kraft vom Himmel

Die Sonne lässt sich im Haushalt zur Erzeugung von Strom und zur Wärmegewinnung nutzen.
Die Sonne lässt sich im Haushalt zur Erzeugung von Strom und zur Wärmegewinnung nutzen.
Foto: FOTO: BAUHERREN-SCHUTZBUND

Essen.. Deutschland ist in Sachen Sonnenschein besser als sein Ruf: Gleich 1600 Stunden lang wurde die Bundesrepublik im letzten Jahr laut Deutschem Wetterdienst von der Sonne verwöhnt. Diese kostenlose Energiequelle sollten Eigenheimbesitzer nicht ungenutzt lassen. Denn ganz gleich, ob Hamburg oder Freiburg – rein rechnerisch lohnt sich die Nutzung einer Solaranlage bundesweit. Denn die Sonnenstrahlung reicht, um einen Großteil der selbstbenötigten Energie abzudecken. So ist Sonnenenergie in aller Munde. Doch vielen Verbrauchern ist nicht klar, was sich hinter dem Begriff verbirgt. Prinzipiell unterscheidet man zwischen Solarwärme und Photovoltaik. Will man sich die Kraft der Sonne im Haushalt zunutze machen, wird sie meist zur Warmwassergewinnung und Heizungsunterstützung eingesetzt. Deshalb spricht man in diesem Zusammenhang von „Solarthermie“ oder „Solarwärme“. Davon unterscheiden sich so genannte Photovoltaikanlagen, die auch zu den Solarenenergieanlagen zählen. Anders als bei der Solarwärme geht es bei der Photovoltaik aber die Stromgewinnung.

Förderungen gehen zurück

Besonders wirtschaftlich ist Solarstrom, wenn er zu großen Teilen selbst genutzt wird. Auch wenn die Förderungen nach dem Erneuerbare- Energien-Gesetz (EEG) schon wieder zurückgehen, bleibt Solarstrom attraktiv: Denn je mehr selbst produzierten Strom man verbraucht, desto weniger Strom muss vom Energieversorger bezogen werden. Damit Hausbesitzer ihren gewonnenen Solarstrom auch dann nutzen können, wenn die Sonne gerade nicht scheint, können sie ihre Photovoltaikanlage zusätzlich mit einem PV-Speicher kombinieren. Noch ein Tipp: Die konkrete Planung und die Installation einer Solaranlage erfordert ein hohes Maß an Wissen und handwerklichem Können. Daher gehört diese Aufgabe in die Hand von Dachprofis. Sie sorgen für eine optimale Integration der Anlage in das Dach und damit einhergehend für eine langfristig sichere Funktionsweise.Und wie sieht es beim häuslichen Einsatz von Solarwärme aus? Über den Einsatz einer solarthermischen Anlage nachzudenken lohnt sich vor allem für Familien mit erhöhtem Warmwasserbedarf.

Bei Solarwärme gut nachrechnen

Ab einer jährlichen Warmwassermenge von etwa 50 Kubikmetern kommt man mit Solarthermie in die Gewinnzone, denn dann wird spürbar Brennstoff eingespart. Ebenfalls sinnvoll ist der Einsatz von Sonnenenergie zur Wärmegewinnung, wenn schon ein großer Warmwasserspeicher vorhanden ist, etwa bei Holzpelletkesseln und wenn die Solaranlage auch sonst gut zum vorhandenen Heizsystem passt. Eine Solaranlage, die lediglich der Warmwasserbereitung dient, ist hingegen für kleine Haushalte kaum sinnvoll, da diese nur wenig warmes Wasser benötigen. Denn die Anschaffung und Installation einer Solaranlage kostet zunächst einmal Geld. Ob die Einsparungen an Brennstoff die Anschaffungskosten ausgleichen, hängt davon ab, inwieweit der Energieertrag der Anlage wirklich genutzt wird und wie sich die Gas- und Ölpreise auf dem Markt entwickeln. Sinnvoll ist deshalb eine individuell zugeschnittene Energieberatung vor Ort, wie sie etwa die Verbraucherzentralen durchführen.