Heizungssanierung: Mehr Komfort und Geld vom Staat

Heizungssanierer werden mit Basisförderung und Innovationsbonus für einen Pellet-Brennwertkessel stark belohnt.
Heizungssanierer werden mit Basisförderung und Innovationsbonus für einen Pellet-Brennwertkessel stark belohnt.
Foto: FOTO: ANDREAS BALON

Essen.. Viele Hausbesitzer wissen es insgeheim: Der betagte Ölkessel im Keller müsste dringend ausgetauscht werden – veraltete Heizungsanlagen verbrauchen zu viel, sind damit kostspielig und obendrein in Sachen Umweltschutz nicht auf der Höhe der Zeit. Angesichts der vermeintlich hohen Sanierungskosten wird dennoch der Heizungstausch immer wieder hinausgezögert.

Zuschüsse sind gestiegen

Doch das finanzielle Argument gilt nicht mehr: „Um das Heizen mit erneuerbaren Energien zu fördern, hat die Bundesregierung zum 1. April 2015 die Zuschüsse für Pelletheizungen deutlich erhöht“, sagt Martin Blömer vom Verbraucherportal Ratgeberzentrale. de. Heizungssanierer erhalten nun beim Umstieg auf Holzpellets mindestens 3000 und bis zu 8000 Euro Fördermittel. Bislang lag der Mindestzuschuss bei 2400, der Höchstbetrag bei 3600 Euro. „Drei von vier Heizungen in Deutschland sind veraltet und entsprechen nicht mehr dem Stand der Technik. Durch die erhöhte Förderung wird der längst fällige Umstieg auf Holzpellets künftig noch attraktiver“, betont Claudia Röhr, Sprecherin der Kampagne „Sicher heiz’ ich“.

Förderung auch von Neubauten

Die niedrigste Förderhöhe von 3.000 Euro gilt für den Austausch einer alten fossilen Heizung gegen eine moderne Pelletheizung. Wenn zusätzlich ein Pufferspeicher installiert wird, erhöht sich die Förderung auf 3500 Euro. Doch nicht nur Eigentümer von Altbauten dürfen sich über den Sanierungszuschuss freuen. Erstmals unterstützt die Bundesregierung auch den Einbau von Pelletheizungen in Neubauten mit ebenfalls mindestens 3000 Euro. Voraussetzung dafür ist der Einsatz eines Pellet-Brennwertkessels oder eines Partikelfilters. Die Mindestförderung bei der Heizungsmodernisierung greift in der Regel für gängige Kesselgrößen im Ein- und Zweifamilienhausbereich. Größere Heizungsanlagen mit bis zu 100 Kilowatt Nennwärmeleistung werden mit 80 Euro je Kilowatt gefördert – also bis zu 8000 Euro.

Noch höhere Fördergelder sind möglich bei einer Kombination des Pelletkessels mit einer Solarthermie-Anlage. Neu ist auch, dass Begleitinvestitionen wie der Neubau des Schornsteins oder der Bau eines Pelletlagers mit zehn Prozent der Investitionskosten gefördert werden.

[kein Linktext vorhanden] Für den nachwachsenden Rohstoff Holz sprechen längst nicht nur die Fördermöglichkeiten. Die eigenen vier Wände mit den Holzpresslingen zu beheizen, ist eine umweltfreundliche und zugleich preisgünstige Alternative. „Im Schnitt der vergangenen zehn Jahre waren Holzpellets 30 Prozent günstiger als Heizöl“, sagt Claudia Röhr. Zudem steht der nachwachsende Rohstoff Holz sicher und in ausreichender Menge zur Verfügung. Mit einem Wirkungsgrad von über 96 Prozent sind Pelletheizungen besonders effizient und sparsam, und so werden Umwelt und Klima geschont.