Sichtschutz: Hauptsache, blickdicht

Vorstellung Sichtschutz
Vorstellung Sichtschutz
Foto: Sebastian Konopka
Was wir bereits wissen
Häuser stehen oft dicht nebeneinander. Da kommen einem die lieben Nachbarn manchmal ganz schön nah. Wie man mit Hecken, Gabionen und Co. ein Stück Privatsphäre schafft

Wer sich im Garten und auf der Terrasse vor allzu neugierigen Blicken schützen möchte, findet eine Vielzahl von Möglichkeiten. Im Garten entsteht Sichtschutz bevorzugt durch Hecken oder Büsche. Eine dichte Hecke versperrt dabei nicht nur die Sicht auf Privates, sondern stellt auch einen effektiven Lärm- und Windschutz dar. Zudem schaffen Hecken gerade in großen Gärten Struktur und trennen einzelne Bereiche – etwa einzelne Beete – voneinander ab. Optimal für mittelhohe Sichtschutzhecken bis etwa zwei Meter sind Liguster, Gemeine Elbe, Geißblatt oder Zwergmispel. Soll die Hecke hoch oder sehr hoch werden und einen soliden Windschutz bieten, empfehlen sich Rotbuche, Stechpalme oder Lebensbaum.

Will man seine Hecke aus sommergrünen Gehölzen richtig schön dicht und buschig haben, sollte man ihr den ersten Rückschnitt direkt nach dem Einsetzen gönnen. Das sorgt für eine verstärkte Triebentwicklung und für dichtes Laub. Wachsender Beliebtheit erfreuen sich bei Hausbesitzern Gabionen. Ihr Aufbau ist simpel: Ein Drahtgestell in beliebiger Größe bildet die äußere Hülle. Das Gestell wird nun mit Steinen unterschiedlicher Größe gefüllt, die nach unten durchrutschen. So entsteht ein Sichtschutz, der wie eine Mauer wirkt und doch viel schöner aussieht. Bei der Wahl der Steine besteht freie Auswahl, so dass sich Gabionen farblich passend zum Garten und zum Haus gestalten lassen.

Trennwände aus Holz oder Bambus

Auch Breite und Höhe der Steinmauern sind variabel. Achten sollten Garten- und Hausherren allerdings auf die Vorschriften im jeweils gültigen Bebauungsplan. Im Zweifel sollte man bei der Baubehörde nachfragen. Das gilt insbesondere, wenn Gabionen nahe der Grundstücksgrenze errichtet werden sollen: Dort sind bestimmte Abstände einzuhalten. Schnell und günstig lässt sich eine Holztrennwand – beispielsweise für die Terrasse – aufstellen. Im Baumarkt gibt es fertige Elemente zu kaufen, die sich farblich je nach Wunsch gestalten oder sogar bepflanzen lassen. Die Elemente brauchen allerdings ein Fundament aus Beton. Auch hier gilt: Bevor Sie mit dem Projekt beginnen, sollten Sie sich über die rechtlichen Voraussetzungen informieren. Nicht überall darf einfach eine Terrassentrennwand aufgestellt werden.

In vielen Fällen ist die Zustimmung der Nachbarn nötig. Und je nach Bebauungsplan muss vor dem Bau eine Genehmigung der zuständigen Behörde vorliegen. Unkomplizierter ist da ein Sichtschutz aus Bambus. Vorbei die Zeiten, wo diese Vorrichtung eine Matte aus dünnen Röhrchen war. Ein Bambussichtschutz ist heute eine stabile Sache. Erhältlich ist er in vielen Varianten. Sie haben die Wahl zwischen naturbelassenen und farbigen Angeboten. Die Stärke der Rohre ist ebenso unterschiedlich wie die Höhe der Matten. Das Material vermittelt ein leichtes Gefühl, so dass Sie sich nicht eingeengt fühlen, wenn Sie auf der Terrasse sitzen.