Räder auf Raten

Insbesondere junge Fahrer müssen ihr Auto häufig finanzieren. FOTO: ADAC
Insbesondere junge Fahrer müssen ihr Auto häufig finanzieren. FOTO: ADAC
Was wir bereits wissen
Finanzierung: Was bei einem Autokauf auf Pump zu beachten ist.

Ein neues Auto wird heute nur noch selten bar bezahlt. Zwar können Barzahler zumindest theoretisch die höchsten Rabatte aushandeln, aber die meisten Menschen haben den gesamten Kaufpreis gar nicht zur Verfügung oder wollen nicht ihr gesamtes Erspartes auf einen Schlag in die neuen vier Räder stecken. Und wenn eine gutangelegte Sparanlage dafür aufgelöst werden müsste, kann eine Finanzierung kann unter Umständen sogar günstiger sein. Heute bieten alle Autohäuser für den Fahrzeugkauf Finanzierungslösungen an. Autobanken werben dabei gerne mit niedrigen Aktionszinsen. Diese gelten oft aber nur für bestimmte Modellreihen oder für Paketangebote. Dabei kommt man meist nur in den Genuss der Niedrigzinsen, wenn der Kauf mit Versicherungs- und/oder Serviceleistungen kombiniert wird.

Kredit

Der klassische Autokredit setzt sich aus monatlichen Ratenzahlungen in gleichbleibender Höhe zusammen. Je länger die Laufzeit, desto teurer wird das Darlehen, weil sich die Finanzierungskosten erhöhen. Der ADAC rät deshalb, eine Laufzeit zwischen drei und fünf Jahren zu wählen. Je höher die Bonität des Kreditnehmers, desto attraktiver der Zinssatz. Interessenten von Ratenkrediten wird häufig auch eine Restschuldversicherung angeboten. Die greift in der Regel allerdings nicht bei Arbeitslosigkeit, sondern nur im Todesfall oder bei schweren Erkrankungen. Bei sogenannten Ballonfinanzierungen fallen ebenfalls gleichbleibende Monatsraten an, der Vertrag endet dann mit einer Restzahlung. Hier heißt es aufpassen, denn es locken zwar niedrige Raten, die Restzahlung fällt aber sehr hoch aus und muss in jedem Fall bezahlt werden. Daneben gibt es die sogenannte Drei-Wege-Finanzierung. Sie ist eine Mischung aus Kauf, Kredit und Leasing. Üblicherweise wird eine Anzahlung in Höhe von 20 Prozent des Neupreises geleistet. Danach werden monatliche Raten fällig. Die Finanzierungslaufzeit beträgt üblicherweise 36 Monate.

Am Ende kann das Fahrzeug dann entweder zurückgegeben oder behalten werden. Wer sich für letzteres entscheidet, muss die zuvor vereinbarte Schlussrate bar bezahlen oder weiter finanzieren. Alternativ kann selbstverständlich auch mit der Hausbank über einen Ratenkredit für den Autokauf gesprochen werden. Das hat den Vorteil, dass man beim Autohändler wie ein Barkäufer verhandeln kann. Und so möglicherweise höhere Rabatte erhält.

Leasing

Wer weder Barkauf noch Finanzierung möchte, kann auf Leasing zurückgreifen. Zwar lohnt sie sich vor allem für Selbstständige und Unternehmen, da sie die Kosten als Betriebsausgaben geltend machen und so ihre Steuerlast verringern können. Private Leasingnehmer haben diesen Vorteil nicht. Wer aber möglichst rasch ein Auto haben möchte, ohne dafür lange zu sparen, für den ist diese Variante durchaus eine Möglichkeit. Attraktiv sind im Vergleich zur Finanzierung die oftmals niedrigeren Monatsraten und die in der Regel geringere Anzahlung. Sie kann sogar völlig wegfallen. Leasing ist wie mieten, es wird für die Nutzung gezahlt, allerdings erwirbt man auch nicht das Eigentum am Fahrzeug.