Mit Alten viel verdienen

In Essen Probe fahren – und dann gleich erwerben.
In Essen Probe fahren – und dann gleich erwerben.
Was wir bereits wissen
Autos von gestern werden als Geldanalge immer beliebter.

Die Zinsen unten, der Goldpreis schwankt und Aktien sind etwas für Spekulanten: Wie wäre es mit einem Oldtimer als Geldanlage? Viele Autofans spielen mit diesem Gedanken. Angeheizt werden diese Wunschträume von immer neuen Rekordmarken: Vor kurzem wurden in den USA bei einer Auktion für einen Ferrari 250 GTO 38,1 Millionen Dollar gezahlt. Die zehn teuersten Oldtimer des Jahres kommen laut des Bochumer Marktbeobachters classic- analytics auf einen Gesamtwert von 152 Millionen Dollar. Zum Vergleich: 2013 lag diese Summe noch bei 130 Millionen Dollar.

Wer mal Schnuppern will, wie es auf einer Versteigerung zugeht: Am Samstag, dem 18. April, veranstaltet das Auktionshaus Coys vor Publikum eine spektakuläre Versteigerung in Essen. Selbst wenn die Zahlen auf Auktionen oft schwindelerregend sind und für Normalsterbliche unerreichbar, sollte man sich nicht täuschen lassen. In diesen Kategorien sind oft Experten am Werk, die heute in Gold und morgen in einen Picasso oder ein seltenes Auto investieren. Der normale Auto-Liebhaber in Deutschland gibt im Durchschnitt für den Kauf eines Fahrzeugs weniger als 20 000 Euro aus.

Diese Fahrzeuge stellen bei Veranstaltungen und Rallyes das Gros der Teilnehmer. Aber: Nicht jede Marke, nicht jedes Modell kann automatisch auf einen Wertzuwachs hoffen. Wer mit Blick auf spektakuläre Auktionen glaubt, Oldtimer sind generell „Goldtimer“, irrt. Oft übersteigen die laufenden Kosten den bescheidenen Wertzuwachs. Man sollte das kaufen, was man sich leisten kann und Freude bringt. Das fängt beim in die Jahre gekommenen Golf an. Den Oldtimer kann man in der Garage bearbeiten und bewundern, man kann sich reinsetzen oder kleine und große Runden drehen. Und wenn die Aufwendungen für den Unterhalt durch eine Wertsteigerung aufgefangen werden – umso besser.