Manches wird anders

Auf Immobilienkäufer und auch Vermieter kommen härtere Zeiten zu. So soll bei Neuvermietungen in Gemeinden mit knappem Wohnungsangebot künftig eine Mietpreisbremse gelten. Außerdem soll das Bestellerprinzip in Kraft treten, wonach derjenige die Provision zahlt, der den Makler beauftragt hat. Hinzu kommt, dass die Grunderwerbsteuer in Nordrhein-Westfalen zum Jahresbeginn gestiegen ist, so dass es deutlich teurer wird, in Wohneigentum zu investieren.

Häuslebauer zahlen mehr Steuern

Seit dem 1. Januar besteuert unser Bundesland den Grunderwerb – also den Kauf eines Grundstücks, eines Hauses oder einer Eigentumswohnung mit 6,5 Prozent. Bis Ende 2014 mussten Immobilienkäufer nur fünf Prozent in die Steuerkasse zahlen. Das macht von Fall zu Fall einen Unterschied von mehreren Tausend Euro aus. Kauft jemand beispielsweise ein Haus für 200.000 Euro, muss er nun 13.000 Euro Grunderwerbsteuer zahlen. Bis dato waren es 10.000 Euro.

Bestellerprinzip bei Vermietungen

Die vielerorts übliche Praxis, wonach der Mieter die Maklerprovision von in der Regel zwei Monatsmieten plus Mehrwertsteuer zu zahlen hat, wird mit der Mietpreisbremse gekippt. Künftig gilt: Derjenige, der den Makler bestellt, zahlt auch die Provision. Die Freiheit des Vermieters, bei einer Neuvermietung den Mietpreis weitgehend frei bestimmen zu können, soll in Gemeinden mit Wohnungsknappheit eingeschränkt werden. Gemäß der geplanten Mietpreisbremse sollen die Bundesländer künftig für Kommunen mit knappem Wohnungsangebot bestimmen dürfen, dass bei Neuvermietungen der Mietpreis maximal zehn Prozent über der ortsüblichen Vergleichsmiete liegen darf.

Alte Kaminöfen austauschen

Weil alte Kaminöfen und Holzheizkessel viel Feinstaub und andere gesundheitsgefährdende Schadstoffe ausstoßen, gelten seit dem 1. Januar neue Grenzwerte für die Staub- und Kohlenmonoxidemissionen. Wer einen alten Holzofen hat, muss sich informieren: Bestimmte Modelle dürfen seit dem 1. Januar nicht mehr betreiben werden. Das sind in der Regel Modelle, die vor 1975 errichtet wurden. Allerdings können Besitzer mit Partikelfiltern nachrüsten. Hier lohnt sich aber ein Kostenvoranschlag. Oft ist die Nachrüstung mit über 1000 Euro teurer als der Kauf eines neuen Ofen. Für Anlagen der Baujahre 1975 bis 1984 endet die Schonfrist Ende 2017, für Anlagen der Baujahre 1985 bis 1994 ist Ende 2020 Schluss.