Laufen wie auf Dielen: Laminat kommt echtem Holz sehr nahe

Laminat sieht fast aus wie Holz und fühlt sich auch so an.
Laminat sieht fast aus wie Holz und fühlt sich auch so an.
Foto: FOTOLIA

Essen.. Laminat zählt zu den beliebtesten Bodenbelägen überhaupt. Das kommt natürlich nicht von ungefähr: Laminat ist preisgünstig, pflegeleicht und man kann ihn selbst verlegen, selbst in Mietwohnungen. Obendrein: Seine Funktion als günstiger Holzersatz sieht man ihm schon lange nicht mehr an, zeigt er sich doch inzwischen in absolut natürlich wirkender Dielenoptik.

Doch was ist Laminat überhaupt? Der Bodenbelag setzt sich aus einer Trägerschicht, meist MDF-Platten, und einer Dekorschicht zusammen. Die Oberfläche ist in der Regel mit Melaninharz versiegelt. Alle Schichten werden unter hohen Temperaturen und Druck zusammen gepresst, was Laminat ausgesprochen strapazierfähig macht.

[kein Linktext vorhanden] Als Erfinder des Laminats gelten die Nordeuropäer. Es war Mitte der 80er Jahre, als die ersten Laminatdielen mit hellen Holznachbildungen den Rest Europas eroberten. Laminat ist sehr strapazierfähig. Es ist abrieb- und schlagresistent, hitze- und lichtbeständig. Die Paneele haben eine Stärke von sechs bis zwölf Millimetern. Hier gilt die Faustregel: je dicker, umso robuster. Die Stärke des Materials beeinflusst auch den Preis: Günstiges Laminat ist meist vergleichsweise dünn und hat ein eher einfaches Dekor. Zudem ist es gegenüber Feuchtigkeit empfindlicher.

Hochwertigeres Laminat ist entsprechend stärker und hat meistens eine aufwändige Oberflächengestaltung, um die Holzmaserung naturecht darzustellen. Dabei wird das Material dem Holz nicht nur optisch nachempfunden. Auch beim Tasten soll sich das typische Holzgefühl einstellen– mit feinen Rillen auf der Oberfläche, die die Maserung und Struktur des Holzes wiedergeben. So wird erreicht, dass Laminatböden nicht nur fast so aussehen wie Parkett, sondern sich auch beinahe so anfühlen.