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Ein Tag für Martin Luther

31.10.2012 | 12:12 Uhr
Ein Tag für Martin Luther
Zum Reformationstag gibt es in vielen evangelischen Gemeinden Gottesdienste und Konzerte.Foto: TA

Am Mittwoch ist Reformationstag, am Donnerstag Allerheiligen. Am Reformationstag erinnern sich die evangelischen Christen an Martin Luther. Die katholischen Christendenken an Allerheiligen an alle Heiligen ihrer Kirche.

Am Mittwoch (31. Oktober) ist bei uns in Nordrhein-Westfalen ein ganz normaler Schultag. Aber in manchen deutschen Bundesländern ist der 31. Oktober ein Feiertag, und die Kinder haben schulfrei. Immer am 31. Oktober feiern die evangelischen Christen den „Reformationstag“. Sie erinnern sich an diesem Tag an Martin Luther. Vor fast 500 Jahren soll er 95 Thesen aufgeschrieben haben. Und diese Blätter hat er dann – so heißt es in vielen Berichten – an die Tür der Schlosskirche in der Stadt Wittenberg genagelt haben. In diesen Thesen hatte er aufgeschrieben, was ihm an der katholischen Kirche nicht gefällt. Das gilt als Beginn der evangelischen Kirche.

Was ist Ablasshandel?

Niemand kann heute genau sagen, ob der Mönch seine Thesen am 31. Oktober 1517 tatsächlich an eine Kirchentür genagelt hat. Fest steht aber, dass sich viele Menschen seiner Kritik an der Kirche anschlossen. Luther fand zum Beispiel den sogenannten „Ablasshandel“ nicht gut. Wenn die Leute damals viel Geld an die Kirche bezahlten, wurden ihnen angeblich von Gott die Sünden verziehen. Martin Luther glaubte nicht daran. Er konnte sich nicht vorstellen, dass Gott den Menschen Sünden verzeiht, nur weil sie dafür viel Geld bezahlen. Für die katholische Kirche war das damals eine gute Möglichkeit, Geld einzunehmen.

Von Deutschland aus breitete sich dann der evangelische Glaube in alle Welt aus. Überall wird heute an Martin Luther und seine Reformation der Kirche gedacht. Luther wollte die Kirche erneuern und sie zum wahren Ursprung der Botschaft des Evangeliums zurückführen. Weil die mittelalterliche Kirche keine Reformen wollte, kam es zur Bildung der evangelischen Kirche. Luther selbst hatte diese Spaltung eigentlich gar nicht beabsichtigt.

Um den Reformationstag stärker ins Bewusstsein der Menschen zu holen, laden die evangelischen Kirchen seit einigen Jahren zur „ChurchNight“ ein. Rund um den 31. Oktober werden viele Veranstaltungen angeboten – auch in deiner Stadt.

Am 1. November ist bei uns in Nordrhein-Westfalen der Feiertag „Allerheiligen“. Da ist schulfrei und die meisten Menschen müssen nicht arbeiten.

Die katholischen Christen denken an diesem Tag an alle Heiligen ihrer Kirche. Einige dieser Heiligen kennen fast alle Menschen: den heiligen Nikolaus oder St. Martin.

Am 2. November ist dann der Gedenktag Allerseelen. Da denken die katholischen Christen an die gestorbenen Familienangehörigen und Freunde.

An beiden Tagen gehen die Menschen auf die Friedhöfe und zünden auf den Gräbern Lichter an.

Kommentare
02.11.2012
10:28
Ein Tag für Martin Luther
von Entschuldigung | #2

Entschuldigung,
Kritias, du hast ja in gewisser Weise Recht,
aber immerhin gibts auf Grund des Wirkens Luthers heute eine Kirche, die nicht überall...
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2012-10-31 12:12
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