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Ein neuer Parteichef in China

15.11.2012 | 19:13 Uhr
Ein neuer Parteichef in China
Der chinesische Vize-Premierminister Zhang Dejiang (links), der Vizepräsident Xi Jinping und der Vize-Premierminister Li Keqiang (rechts) .Foto: Getty Images

In dem Land in Asien hat die Kommunistische Partei das Sagen. Xi Jinping ist der neue Parteichef. Er soll im März Staatspräsident werden.

Das Land China hat weltweit die meisten Einwohner. Das Land ist keine Demokratie wie die Bundesrepublik Deutschland. In China hat die Kommunistische Partei (abgekürzt: KP) das Sagen. Einmal in fünf Jahren treffen sich Politiker der KP in der Hauptstadt Peking zu einem Parteitag. Dieses Treffen, das eine ganze Woche dauerte, ist nun zu Ende gegangen. Xi Jinping (ausgesprochen: Chi Dschinping) ist der neue Parteichef. Er soll im März Chinas Staatspräsident werden.

Die größte Partei der Welt

Der Parteitag der KP findet immer in der Großen Halle des Volkes in Peking statt. Die KP in China hat rund 80 Millionen Mitglieder. Damit ist sie die größte Partei der Welt. Viele Menschen in China sind aber nicht deshalb in der KP, weil sie sie so gut finden. Sie wissen, dass es nützlich ist, in der Partei zu sein. Daher treten sie ein. Suchen junge Menschen beispielsweise einen Job, dann ist es besser, ein Parteibuch zu haben.

Im chinesischen Parlament sitzen zwar außer der KP auch andere Parteien. Doch sie sind der KP untergeordnet. Daher können sie nichts ausrichten. Die KP in China achtet streng darauf, dass niemand der Partei widerspricht. Die Menschen müssen mit Ärger rechnen, wenn sie offen ihre Meinung sagen und Kritik üben. Die KP kontrolliert daher auch, was in den Zeitungen steht oder im Fernsehen gebracht wird.

Zum Parteitag kamen rund 2000 Menschen. Auf dem Parteitag sollte eine neue Führung bestimmt werden. Bisher war Hu Jintao Parteichef und Staatspräsident. Er ist 70 Jahre alt. Xi Jinping war sein Stellvertreter. Xi ist übrigens sein Nachname. Er ist 59 Jahre alt.

Xi Jinping hat am Donnerstag eine Rede gehalten. Er hat den Chinesen für die Zukunft ein besseres Leben versprochen. In China geht es wirtschaftlich bergauf. Die Regierung hat es in den vergangenen Jahren geschafft, das Land reicher und wichtiger in der Welt zu machen. Es gibt aber trotzdem noch sehr viel arme Menschen.

Kampf gegen die Korruption

Xi Jinping will auch gegen Korruption kämpfen. Parteimitglieder und deren Familien sollen ihre Macht nicht nutzen, um sich zu bereichern. Manche Menschen nehmen Schmiergeld, um anderen einen Vorteil zu verschaffen. Der Geldgeber bekommt dann beispielsweise eine Genehmigung für etwas. So etwas ist unfair und nicht richtig. In solchen Fällen werde die Regierung künftig „hart zuschlagen“, sagt Xi Jinping.

Katrin Martens

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2012-11-15 19:13
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