Game Over : Nokias N-Gage wird eingestellt

Der N-Gage von Nokia sollte als eine Art mobile Konsole etabliert werden. Nachdem bereits zwei Versionen nicht den gewünschten Erfolg gebracht hatten, versuchte Nokia noch einmal einen neuen Anlauf - vergebens. Der N-Gage wird im kommenden Jahr eingestellt.
Obwohl das Konzept gut durchdacht war, kam der N-Gage nie wirklich gut bei der Käuferschicht an. Als das Mobiltelefon mit eingebauter Spielkonsole Anfang Oktober 2003 veröffentlicht wurde, war die Euphorie bei Nokia schnell dahin. Das Gerät brachte zwar eine gute Leistung, konnte jedoch aufgrund seiner geringen Spieleauswahl und dem vergleichsweise hohen Preis im Gegenteil zum GameBoy Advance keine feste Zielgruppe an sich binden.
Das Smartphone hatte alle Eigenschaften, um sich durchzusetzen und anfangs brachten viele bekannte Entwickler ihre Topseller auch für den N-Gage raus. Letzten Endes schaffte es Nokia jedoch nicht mehr, sich gegen die starke Konkurrenz in Form von PSP, NDS und iPhone durchzusetzen. Zum Jahresende werden der N-Gage und seine Dienste langsam eingestellt. Die aktuellen Seiten sollen jedoch noch weiter betrieben werden.
Aus, aber nicht vorbei
Der N-Gage mag jetzt vielleicht auf das Abstellgleis geschoben werden, doch das Mobile-Gaming will Nokia nicht aufgeben und startet mit dem Ovi Store neu durch. Der Ovi Store wird Nokias eigene Variante des Apple App Stores. Weniger innovativ als der N-Gage, aber dafür vielleicht etwas erfolgreicher. Die N-Gage-Community zeigte sich enttäuscht über die Entscheidung und lobte die N-Gage-Idee zugleich, welche mit dieser Entscheidung glücklos endet.
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