Was Bettina Wulff mit Simon Beeck und seinem Auspuff zu tun hat

Simon Beeck, auf diesem Bild ohne Auspuff. Der Moderator muss für ein Experiment in Sachen Bettina Wulff und Google herhalten.
Simon Beeck, auf diesem Bild ohne Auspuff. Der Moderator muss für ein Experiment in Sachen Bettina Wulff und Google herhalten.
Foto: WDR/Annika Fußwinkel
Was wir bereits wissen
Simon Beeck ist die Bettina Wulff des Westdeutschen Rundfunks. So lässt sich verkürzt eine Aktion zusammenfassen, die 1LIVE am Montag gestartet hat. Gemeinsam mit den Hörern will die Jugendwelle des WDR das Verhalten der Suchmaschine Google beeinflussen.

Essen.. Mit ihrem Vorgehen gegen die Suchmaschine Google hat Bettina Wulff für Aufsehen gesorgt. Wulff will verhindern, dass Google bestimmte Ergänzungen vorschlägt, wenn man ihren Namen dort in die Suche eingibt. Das sind vor allem solche Vorschläge die auf eine vermeintliche Rotlicht-Vergangenheit der früheren First Lady abzielen. Was das mit 1LIVE-Moderator Simon Beeck zu tun hat? Mehr, als man auf Anhieb denkt.

Denn während Wulff kurz vor Veröffentlichung ihres Buchs gegen Google vorgeht, verteidigt sich das Unternehmen: Wir zeigen hier nur, was andere bei uns abfragen, lautet zusammengefasst die Position von Google-Sprecher Kay Oberbeck.

"Simon Beeck Auspuff" soll Google auf die Probe stellen

Nutzer suchen, Google zeigt an, wie oft - so einfach ist das also? 1LIVE will es ausprobieren und macht seinen Moderator Simon Beeck zum Versuchsobjekt. Wer Beeck bei Google eingibt, bekommt als Ergänzungen derzeit - Stand 10. September - die Stichworte "Freundin", "Badehose", "Twitter" und "1LIVE" angeboten. heißt nach Google-Logik: In diesen Kombinationen wird besonders häufig nach Beeck gesucht.

"Was passiert, wenn Tausende von 1LIVE-Hörern "Simon Beeck Auspuff" in die Suchmaske eintippen?", fragt der Sender auf seiner Homepage und ruft zum Feldversuch auf. Zahlreiche Hörer machten am Montag mit und gaben die Kombination der drei Begriffe bei Google ein.

Bei einem Begriff wie "Simon Beeck" reichen ein paar hundert Suchanfragen

"Suggest Manipulation nennt man diese Art von Versuch, Googles Vorschläge zu beeinflussen", erklärt Sebastian Cario, freier Berater im Online Marketing. Die Erfolgschancen der Aktion schätzt er gut ein: "Bei einem wenig gefragten Suchbegriff wie "Simon Beeck' können schon ein paar hundert Anfragen etwas verändern." Dass sich die Vorschläge von Google zu einem Suchbegriff ändern, sei oft nur eine Frage von Tagen oder sogar Stunden.

Bei 1Live jedenfalls ist nach Start der Aktion nun Warten angesagt: "Wir sind gespannt, ob sich die Autocomplete-Funktion der Suchmaschine davon beeinflussen lässt und statt "Badehose" irgendwann "Auspuff" vorschlägt", heißt es dort. Vielleicht kann die Badehose schon bald einpacken.