Twitter zieht älterer Tweetdeck-Software den Stecker

Der Kurznachrichtendienst Twitter zieht drei älteren Versionen der Software Tweetdeck den Stecker.
Der Kurznachrichtendienst Twitter zieht drei älteren Versionen der Software Tweetdeck den Stecker.
Foto: dapd
Was wir bereits wissen
Nutzer von Twitter, die ihre Nachrichten bislang über das Programm Tweetdeck verschickt haben, müssen sich umstellen: Drei ältere Versionen sollen ab Mai nicht mehr funktionieren, kündigte Twitter am Dienstag an. Tweetdeck wurde wegen seiner Funktionen vor allem von sehr aktiven Twitter-Nutzern verwendet.

New York.. Der Kurznachrichtendienst Twitter dünnt weiter das Angebot an zusätzlicher Software für den Zugriff auf sein Angebot aus. Drei ältere Versionen des dazugekauften Programms Tweetdeck werden voraussichtlich im Mai aufhören, zu funktionieren, kündigte Twitter am Dienstag in einem Blogeintrag an. Es handelt sich um die Software für PC und Mac, die in der Adobe-Umgebung AIR läuft sowie die Versionen für iPhone und iPad sowie mobile Geräte mit dem Google-Betriebssystem Android. Auch die Facebook-Integration werde nicht mehr unterstützt werden, hieß es.

Tweetdeck hatte eine sogenannte Client-Software entwickelt, die Zugriff auf die offenen Schnittstellen des Kurzmitteilungsdienstes nutzte und mehr Funktionen bot als Twitter selbst. Daher war sie schnell vor allem bei aktiven Twitter-Nutzern populär geworden. Twitter kaufte die Entwicklerfirma hinter Tweetdeck 2011, berichtet wurde von einem Preis bei 50 Millionen Dollar. Seitdem kam eine neue Version für Twitter und Mac mit einem gestrafften Funktionsumfang heraus. Der Fokus liege künftig auf Tweetdeck für das Web und die Chrome-Plattform sowie den neuen Programmen für Windows und Mac.

Twitter versucht verstärkt, Geld mit Werbung zu verdienen. Sie wird zum Beispiel in den Nachrichtenstrom eingeblendet, wenn man die Website des Dienstes oder seine eigenen Apps benutzt. Bei Client-Software anderer Anbieter, die keine Werbung anzeigt, verdient Twitter hingegen kein Geld. Zuletzt wurden bereits zusätzliche Hürden für die Nutzer-Zahl bei Apps anderer Anbieter eingebaut. Bei der AIR-Umgebung tauchten zudem immer wieder Sicherheitslücken auf, die von Adobe gestoppt werden mussten. (dpa)