Neue Twitter-App spioniert, was noch auf dem Smartphone ist

Neu bei Twitter: Der kleine Vogel interessiert sich jetzt mehr für die Smartphones seiner Nutzer.
Neu bei Twitter: Der kleine Vogel interessiert sich jetzt mehr für die Smartphones seiner Nutzer.
Foto: dpa
Was wir bereits wissen
Twitter will mehr über seine Nutzer erfahren - etwa, welche Apps sie auf ihren Smartphones installiert haben. So soll der Dienst mit der neuen Version weiter personalisiert werden. Eine Möglichkeit zum Abschalten ist aber vorgesehen - und hier steht, wie es geht.

Berlin.. Ab der nächsten App-Version will Twitter wissen, welche anderen Apps Nutzer auf ihrem Smartphone installiert haben. Die Funktion ist als Standard aktiviert - Nutzer müssen sich also aktiv dagegen entscheiden, wenn sie dem Unternehmen keine tieferen Einblicke in ihre Programmauswahl gestatten wollen. Twitter will auf den Beginn der Datensammlung mit einer Mitteilung hinweisen.

So funktioniert das Abschalten in iOS: Innerhalb der Twitter-App den "Ich"-Tab aufrufen, dort auf das Zahnradsymbol klicken und die Einstellungen aufrufen. Nun muss das jeweilige Nutzerkonto ausgewählt werden. Im Bereich Datenschutz wird in der nächsten Twitter-Version eine Möglichkeit zum Abschalten der personalisierten Werbung vorhanden sein. Sie wird "Twitter anhand meiner Apps anpassen" heißen.

So funktioniert das Abschalten in Android: Mit einem Fingertipp auf die Optionen-Schaltfläche (erkennbar an drei vertikalen Punkten) wird das Menü aufgerufen. Dort wählt man die Einstellungen aus. Hier lässt sich im Bereich "Sonstiges" die Option "Twitter anhand meiner Apps anpassen" deaktivieren.

Durch die Abfrage aller installierten Apps auf dem Endgerät verspricht sich das Unternehmen eine präzisiere Anzeige von auf den Nutzer zugeschnittener Werbung. Außerdem sollen Nutzern mit Hilfe dieser Daten auch Empfehlungen zum Folgen anderer Nutzer angezeigt werden.

Die Datensammlung soll sich nach Unternehmensangaben nur auf die Namen der installierten Apps beziehen. Innerhalb der anderen Programme gespeicherte Daten werde man nicht abrufen. Wie das Technikportal "recode.net" berichtet, sollen zuvor gesammelte Daten von Nutzern, die sich gegen den Dienst entscheiden, nach Deaktivierung der Funktion gelöscht werden. (dpa)