Facebook sagt viralen Falschmeldungen den Kampf an

Zukünftig sollen Facebook-Nutzer Falschmeldungen als solche kennzeichnen können.
Zukünftig sollen Facebook-Nutzer Falschmeldungen als solche kennzeichnen können.
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Was wir bereits wissen
Immer wieder machen offensichtliche Falschmeldungen oder Spam bei Facebook die Runde. Das Netzwerk will mit einer neuen Funktion für mehr Ruhe sorgen.

Berlin.. Gesichtete Dinosaurier, Ufo-Landungen oder drohende Gebühren für die Nutzung von Facebook - das soziale Netzwerk sagt Spam und Falschmeldungen, sogenannten Hoaxes, den Kampf an. Nutzer bekommen auch in Deutschland demnächst die Möglichkeit, unsinnige, falsche oder betrügerische Nachrichten zu melden und als "falsche Nachricht" zu markieren. Die Neuerung gilt für alle Beiträge, die Links, Bilder oder Videos enthalten.

Damit reagiert das Netzwerk auf Beschwerden von Nutzern, die weniger "Teile diese Nachricht, sonst kostet Facebook Geld"- oder "Ich widerspreche Facebooks Copyright-Regeln"-Beiträge sehen wollen, berichten die Entwickler Erich Owens und Udi Weinsberg. Markieren ausreichend viele Nutzer einen Beitrag als falsch oder löschen ihn, soll er künftig seltener im Nachrichtenstrom der Nutzer erscheinen.

Facebook Gelöscht werden solche Inhalte allerdings auch künftig nicht - egal wie oft ein Beitrag als irreführend oder falsch gekennzeichnet wird. Beiträge, die häufig gemeldet werden, sollen einen Hinweis erhalten, der vor möglichen falschen Inhalten warnt.

Keine Angst vor Missbrauch

Die Meldefunktion wird durch Algorithmen unterstützt, die nach häufig geteilten und dann schnell gelöschten Beiträgen sucht - laut einem aktuellen Bericht des Netzwerks über Spam-Analyse ein sicherer Hinweis auf Hoaxes. Auch Beiträge, deren Kommentare Verweise auf Anti-Hoax-Seiten im Netz enthalten, sind verdächtig.

Satire Auf Nachrichtenwebseiten oder Satire-Seiten wie "The Onion" oder "Der Postillon" soll die neue Funktion laut Facebook keine Auswirkungen haben. Man habe festgestellt, dass Nutzer satirische Inhalte oder als Satire gekennzeichnete Beiträge in der Regel nicht als irreführend melden, heißt es in dem Beitrag der beiden Facebook-Entwickler.

"Medienseiten wird das überhaupt nicht betreffen", sagt auch ein Facebook-Sprecher auf Anfrage. Sorgen vor Missbrauch durch Aktivistengruppen, die versuchen würden, missliebige Meinungen über die Meldefunktion aus dem Netzwerk zu entfernen, müsse man nicht haben, so der Sprecher. Gebe es den Verdacht, schlage der Algorithmus Alarm und ein Mitarbeiter prüft den Fall. (dpa)