Bitcoins - Chancen und Risiken der digitalen Währung

Oft gehört, nie verstanden - das trifft auf den Begriff Bitcoin zu, eine digitale Währung. Wie oft bei Neuem gibt es Chancen wie auch Risiken. Was Sie beachten müssen, wenn Sie sich ernsthaft mit dem Thema auseinandersetzen, erklären wir Ihnen hier.

Der Euro verliert an Wert gegenüber dem Dollar, die Schweiz hebt den festen Wechselkurs zur europäischen Gemeinschaftswährung auf: Es ist viel los auf dem Währungsmarkt. In solchen Zeiten sehen sich die Leute gerne nach Alternativen um. Und hier kommt der Bitcoin ins Spiel. Ist die digitale Währung eine Alternative? Und wo gibt es Chancen, wo lauern die Risiken?

Bevor es ins Detail geht, noch einmal kurz Grundlegendes: Bitcoin ist eine digitale Währung, sprich virtuelles Geld. Diese Einheit, die Bitcoins, werden von Computern geschöpft (per Mining) und auch im Netz verwaltet. Der größte Vorteil der Bitcoin-Währung: Sie ist von Banken und Staaten unabhängig. Was bedeutet, dass es theoretisch keine externe Einmischung gibt. Was wiederum nicht heißt, dass der Kurs stabil ist. Denn wie jede Währung unterliegen auch Bitcoins Schwankungen. Und damit Gefahren.

Da der Markt noch klein ist, haben kleine Einflüsse oft große Wirkung. Gefährlich für die Stabilität sind Hacker-Angriffe, dazu technische Pannen oder auch Insolvenzen von Bitcoin-Börsen. Und da es keine staatlichen Garantien gibt, liegt ein Totalverlust immer im Bereich des Möglichen. Es ist deswegen nicht ratsam, wenn sie ihr gesamtes Vermögen (was ja sowie nie sinnvoll ist) in Bitcoins anlegen. Viel hängt davon ab, wie Bitcoins in Zukunft am Markt ankommen: Steigt die Akzeptanz und mehr Unternehmen übernehmen den Zahlungsverkehr mit ihr ein, wird die Währung stabiler und stärker werden. Wenn sie aber in Zukunft weiter nur Zahlungsmittel für Insider bleibt, wird die Währung an Wert verlieren.


Anonymität als Chance - und Risiko


Ein Vorteil von Bitcoins ist, dass beim Bezahlen im Netz keine Gebühren anfallen und der Vorgang anonym ist. Aber nur, wenn die anderen Nutzer der Währung nicht wissen, wer sich hinter ihrer Bitcoin-Adresse verbirgt. Denn alle Bitcoin-Transaktionen sind öffentlich einsehbar. Deswegen sollten Sie Bitcoin-Adressen nur einmalig verwenden. Zudem: Was heißt heutzutage schon sicher? Bisher wurden fast alle Verschlüsselungen irgendwann einmal geknackt. So gab es schon Hacker-Angriffe auf Internetbörsen, die zur Folge hatten, dass der Kurs der Währung abschmierte. Zudem lockt die Anonymität gerne dunkle Gestalten an, sie ist so gut geeignet für Geldwäsche.

Falls Sie mit ihren Bitcoins bezahlen wollen, ist es eine Voraussetzung, dass der Verkäufer ebenfalls ein Bitcoin-Konto besitzt. Und ein Tipp zum Abschluss: Wenn Sie mit dem Handel von Bitcoins in Erwägung ziehen, dann sollte dieser Text ein Einstieg für Sie sein. Was so viel heißt, dass Sie sich unbedingt weiter informieren sollten. Schließlich wollen sie ja kein Geld verlieren. Egal in welcher Währung.