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Elspe Festival

Winnetou wohnt im Sauerland

16.06.2010 | 15:42 Uhr
Winnetou wohnt im Sauerland

Die traditionsreichen Karl-May-Festspiele in Elspe starten wieder in die Saison. Vom 19.6. bis zum 5.9. gehen Winnetou und Old Firehand im "Tal des Todes" auf Banditenjagd.

Wochenlang hielt im Frühjahr ein isländischer Vulkan mit unaussprechlichem Namen die Welt in Atem. Nachdem dieser zur Ruhe gekommen ist, steht nun ganz woanders ein Ausbruch an – im Sauerland. Der Vulkan auf der Freilichtbühne der Karl-May-Festspiele in Elspe speit sein Feuer jedoch zum Glück nur auf Knopfdruck.

Explosive Pyroeffekte sind ein Markenzeichen der Open-Air-Aufführungen um Häuptling Winnetou. Und auch wenn beim Elspe-Festival ab dem kommenden Samstag die neue Inszenierung „Im Tal des Todes” auf dem Programm steht, fliegen dem edlen Apachen wieder die Funken um die Federn. Höhepunkt ist dabei diesmal die spektakuläre Simulation einer Vulkaneruption, wie man sie sonst nur aus Hollywood oder Las Vegas kennt.

Info
Die Elspe-Chronik

1958: erste Karl-May-Inszenierung in Elspe („Winnetou”)

1964: offizielle Gründung der Karl-May-Festspiele

1976: Pierre Brice verkörpert erstmals den Elspe-Winnetou

1993: Helge Schneider dreht den Western „Texas” in Elspe

1994: Einweihung der modernen Show- und Festivalhalle

2001: Begrüßung des zehnmillionsten Festivalbesuchers

Action wird eben groß geschrieben im Wilden Westen des Sauerlands. Dazu zählen neben reichlich Feuerzauber natürlich auch zahlreiche Stuntmen in den Kostümen tapferer Indianer bzw. kühner Cowboys. Und die sind, wie jedes Kind weiß, gewöhnlich zu Pferde unterwegs. Insgesamt rund 40 Rösser und Rappen schwingen daher die Hufe, wenn im „Tal des Todes” einmal mehr der Kampf zwischen Gut und Böse tobt.

Das Stück nach dem bekannten Karl-May-Roman steht in Elspe bereits zum siebten Mal auf dem Programm – wie gewohnt in einer runderneuerten Inszenierung. Erzählt wird die Geschichte des Schurken Leflor und seiner Bande, die unbescholtene Wildwest-Bewohner verschleppen, um sie in einer Quecksilbermine für sich schuften zu lassen. Derlei Missetaten ziehen in der Welt des Karl May natürlich das beherzte Eingreifen von Apachen-Häuptling Winnetou nach sich. Gemeinsam mit Freund und Scharfschütze Old Firehand gelingt es dem Mann mit der Silberbüchse dann auch, die Gefangenen zu befreien und Leflor das Handwerk zu legen.

Es geht also gewohnt spannend zu auf der Naturbühne unter Sauerländer Sonne. Die Banditenjagd im „Tal des Todes” ist aber längst nicht alles, was die Besucher des Elspe-Festivals erleben können. Rund um die Karl-May-Festspiele haben die Veranstalter ein Rahmenprogramm gestrickt, das den Besuch bei Winnetou & Co. zu einem Ganztagserlebnis macht. Angefangen bei einer Musikrevue (in der modernen Festspielhalle) über die Cascadeur-Show der Stuntmen bis hin zu Country-Klängen und Comedy gibt's reichlich zu erleben – bevor auf der Bühne schließlich auch noch ein Vulkan ausbricht...

Elspe Festival Lennestadt (Zur Naturbühne 1), 19.6.-5.9. Shows di.-do. & sa./so., Rahmenprogramm ab 10 Uhr, Karl-May-Spiele 14.45 Uhr. Abendshows am 24. & 31.7. sowie 7. & 14.8. um 20.15 Uhr. Karten (24,90 €, Ki.: 19,90 €): unter 02721/94440 oder http://www.elspe.de/

Stefan Moutty

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