Wieder zurück im Universum von Soul und Pop

Essen..  Solides Handwerk, oder in diesem Fall: Mundwerk, ist kein Hindernis für eine beachtliche (nationale) Karriere. Max Mutzke, dessen Stern mit dem Stefan-Raab-Hit „Can’t Wait Until Tonight“ aufging, hat jetzt auch schon elf Jahre im musikalischen Rampenlicht auf dem Buckel. Der Hype um seine Stimme ist etwas abgeflacht. Seiner Kunst, seinen Songs, seiner Neugier tat das freilich keinen Abbruch.

Inniger Gesang

Nachdem Mutzke ein – mit Leuten wie Doldinger und Alsmann prominent besetztes – Jazzalbum auf den Markt brachte, lässt er in Bälde wieder poppige, soulige Sounds in die CD-Regale stellen.

Was das Album „Max“ (Sony Classical, ab 12.6.) auszeichnet, ist zum einen die stilistische Vielfalt, zum anderen die Innigkeit seines Gesangs – und das Gespür, sich mit erfahrenen und unaufdringlich dem Gesang den Teppich legenden Sessionmusikern zu umgeben.

Diesmal ist die Bläsersektion der Kombo des Hessischen Rundfunks am Start. Wer tiefe Töne mag, wird sich am banddienlichen, aber auch melodiösen Spiel von Achim Seifert erfreuen. Johannes Arzberger steuert wunderbar getupfte Keyboardakkorde bei, und die Gitarrenparts sind mit Cracks wie Bruno Müller oder Heiko Fischer ohnehin blendend besetzt.

Schon die Albumeröffnung „Praise The Day“, eine eingängige Hymne, macht dem Hörer Lust auf mehr. Und weil sich mit „Unsere Nacht“ rockendes, sogar gerapptes Material anschließt, ahnt man, dass dieses Album jede Menge Überraschungen bietet.

Hübsches Latinfeeling

Mutzkes Grundrichtung ist zwar Pop und Soul. Die jazzige Komponente wird jedoch nicht vernachlässigt („Meant To Be“, „Still The Same“), und wenn’s nur ein kleiner Zwischenteil ist. Das sehr hübsche Latinfeeling von „You Are All Around Me“ sollte man erwähnen. Und mit „Laut“ präsentiert Mutzke sogar einen Song, der vielleicht das Zeug zum Hit hat.